Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt​ - ein Biographien Referat

Dieses Referat hat Louisa geschrieben. Louisa ging in die 11. Klasse. Für dieses Biographien Referat hat wurde die Note 1 vergeben.
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Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt


Friedrich Dürrenmatt wird am 5. Januar 1921 in Konolfingen bei Bern geboren. Seine Eltern sind Reinhold und Hulda Dürrenmatt. Sein Vater ist protestantischer Pfarrer. Sein Großvater Ulrich Dürrenmatt ist Berner Nationalrat und Redakteur einer Zeitung zusätzlich verfasst er satirische Gedichte.
Von 1933 bis 1935 besucht Friedrich die Sekundarschule im Nachbardorf Großhöchstetten. 1935 zieht die Familie nach Bern um, wo Friedrich erst das Freie Gymnasium und später (bis zur Maturität) das Humboldtianum besucht. Er studiert von 1941 bis 1946 Philosophie und Literatur in Bern und Zürich. Er studiert vor allem Kant, Aristoteles, Plato und Kierkergaard. Er liest die griechischen Tragiker, Aristophanes, Shakespeare, später Kafka, Jünger und Wedekind. Sein Lieblingsschriftsteller der Klassik ist G. E. Lessing. Er schwankt zwischen dem Beruf des Malers und dem des Schriftstellers, entscheidet sich für den letzteren, malt und zeichnet aber weiterhin.
Seine ersten schriftstellerischen Versuche macht Dürrenmatt 1943. 1945 wird zum ersten Mal eine Erzählung von ihm (Der Alte) in der ,,Berner Tageszeitung“ veröffentlicht.
Er heiratet die Schauspielerin Lotti Geißler 1946. Nach dem Umzug 1947 nach Basel wird Dürrenmatts Sohn Peter geboren. Für das am 19. April im Schauspielhaus Zürich uraufgeführte Drama Es steht geschrieben erhält er den Preis der ,,Welt-Stiftung für das Drama“.
Nach dem Umzug 1948 nach Ligerz am Bielersee wird 1949 Tochter Barbara geboren. Im Oktober findet die erste Dürrenmatt-Aufführung in Deutschland mit Romulus der Große statt. Der Richter und sein Henker schreibt Dürrenmatt 1950 in Fortsetzungen für die Zeitschrift ,,Der Schweizerische Beobachter“, bevor 1951 seine zweite Tochter Ruth geboren wird. Außerdem schreibt er im Jahre 1951 Theaterkritiken für die ,,Züricher Weltwoche“ und verfasst seinen zweiten Kriminalroman Der Verdacht.
1952 zieht er mit seiner Familie nach Neuchâtel ins eigene Haus. Im Pariser Théâtre des Mathurins findet die erste Dürrenmatt-Aufführung in einer fremden Sprache statt: Les Fous de Dieu (Es steht geschrieben). Es erscheinen neun Prosastücke als Sammelband (Die Stadt). 1954 erhält er den Literaturpreis der Stadt Bern für Ein Engel kommt nach Babylon. Die Uraufführung des Erfolgsstückes Der Besuch der alten Dame im Schauspielhaus Zürich findet am 19. Januar 1956 statt. 1957 erhält Dürrenmatt den Hörspielpreis der Kriegsblinden für Die Panne, im folgenden Jahr den Prix Italia für Abendstunde im Spätherbst und den Literaturpreis der ,,Tribune de Lausanne“ ebenfalls für Die Panne.
Am 9. November 1959 erhält er den Schiller-Preis in Mannheim. Dort hält er den Vortrag Friedrich Schiller. Im gleichen Jahr wird ihm der Preis zur Förderung des Bernischen Schrifttums für Das Versprechen verliehen. Den Großen Preis der Schweizerischen Schillerstiftung bekommt er am 4. Dezember 1960 verliehen.
Aufgrund einer Einladung zur Gedenkfeier aus Anlass des 150. Geburtstages des ukrainischen Nationaldichters Schewtschenko reist er im Juni 1964 in die ehemalige Sowjetunion. Anschließend inszeniert Dürrenmatt zusammen mit Erich Holliger eine Neufassung von Frank V. in Bochum, allerdings wird die Arbeit vor der Premiere abgebrochen.
Im Mai 1967 nimmt er am 4. sowjetischen Schriftstellerkongress in Moskau teil. Zu Beginn des Jahres 1968 hält er in Mainz den Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht vorStudenten, gleichzeitig beginnt er mit der Theaterarbeit in Masel mit Düggelin und erhält den Grillparzer-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Im April 1969 stören eine Erkrankung Dürrenmatts und Differenzen mit der Direktion die Baseler Theaterarbeit. Im Oktober beendet er das ,,Baseler Experiment“. Am 25. des selben Monats erhält er den Großen Literaturpreis des Kantons Bern. Aufgrund dessen, dass er von der Temple-University Philadelphia den Ehrendoktortitel verliehen bekommt, reist er von November bis Januar 1970 nach Philadelphia und in andere Gebiete Nord- und Mittelamerikas. Bis 1971 ist er Mitherausgeber der neuen Züricher Wochenzeitung ,,Sonntags-Journal“. 1972 bekommt Dürrenmatt das Angebot, Direktor des Züricher Schauspielhauses zu werden, lehnt dieses aber ab.
Man ernennt ihn 1974 zum Ehrenmitglied der Ben-Gurion-Universität Beerschewa in Israel; dort dankt er mit der Rede Zusammenhänge. Anlässlich der PEN-Tagung in Wien vom 14. bis 20. November 1975 hält er einen Vortrag gegen die antiisraelische Resolution der UNO. Im November 1976 reist er nach Wales zur Entgegennahme des Welshs Arts Council International Writers Prize 1976. Am 6. März des folgenden Jahres bekommt Dürrenmatt die Buber-Rosenzweig-Medaille des deutschen Koordinationsrats der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in der Paulskirche Frankfurt a. M. verliehen. Dort hält er die Rede Über Toleranz. Im November des selben Jahres, erhält er den Ehrendoktortitel der Université de Nice und der hebräischen Universität Jerusalem. 1978 wird Maximillian Schells Film Der Richter und sein Henker erstaufgeführt. Erneut erhält er am 19. Juli 1979 den Großen Literaturpreis der Stadt Bern. Im Dezember 1980 erscheint im Diogenes-Verlag Zürich eine Werkausgabe in 30 Bänden.
Zum 60. Geburtstag am 5. Januar 1981 wird ihm der Ehrendoktortitel der Universität Neuchâtel verliehen. Durch den schweizerischen Bundespräsidenten Kurt Furgler wird Friedrich Dürrenmatt am 10. Januar bei einem Festakt im Schauspielhaus Zürich gewürdigt. Von März bis Juni des selben Jahres ist er ,,Writer in Residence“ an der University of Southern California in Los Angeles. Am 23. bis 25. April findet dort ein internationales Dürrenmatt-Symposium statt. Ende diesen Jahres wird ihm in Göttingen der Weinpreis für Literatur der edition text + kritik verliehen.
1983 trifft ihn das Schicksal hart. Am 16. Januar verstirbt seine Frau Lotti. Am 20. März überreicht man ihm den Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur. Erneut bekommt er am 29. April die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich verliehen. 1984 bekommt er die Carl-Zuckmayr-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz überreicht. Am 8. Mai heiratet er die Filmemacherin, Schauspielerin und Journalistin Charlotte Kerr. Im November hält er einen Vortrag über Kunst und Wissenschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt a. M.. Vom 7. September 1985 bis zum 19. Januar 1986 findet eine Ausstellung Friedrich Dürrenmatts Das zeichnerische Werk im Musée d′Art et d′Histoire in Neuchâtel statt. Am 4. Oktober 1985 bekommt er den Bayerischen Literaturpreis verliehen. Im September des folgenden Jahres reist Dürrenmatt nach Sizilien zur Entgegennahme des Premio Letterio internationale Mondello für Justiz.
Die deutsche Akademie für Sprache und Dichtung im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt überreicht ihm am 10. Oktober 1985 den Georg-Büchner-Preis. Er hält die Rede Georg Büchner und der Satz vom Grunde. Am 10. November verleiht man ihm den Ehrenpreis des Schiller-Gedächtnis-Preises 1986 des Landes Baden-Württemberg im Neuen Schloss zu Stuttgart. Dort heißt seine Rede Das Theater als moralische Anstalt heute. Vom 14. bis 16. Februar 1987 reist Friedrich Dürrenmatt nach Moskau zum Friedensforum ,,Für eine atomfreie Welt für das Überleben der Menschheit“. Im März erhält er den Internationalen Preis für Humor und Satire in der Literatur ,,Hitar Petar“. Am 17. Juli 1988 kommt es zur Uraufführung von Achterloo IV. anlässlich der Schwetzinger Festspiele 1988 im Rokkokotheater des Schwetzinger Schlosses. Regie führt Dürrenmatt selbst, seine Frau zählt zu den Darstellern. Diese Aufführung und die Inszenierungsarbeiten werden durch den süddeutschen Rundfunk Stuttgart für das Fernsehen aufgezeichnet. Am 15. Oktober des selben Jahres verleiht die Association internationale des Ecrivains de Romans Policiers ihm anlässlich des xe Festival International du Roman et Film noirs den Prix Alexei Tolstoi für das Gesamtwerk. Am 14. Januar des folgenden Jahres wird die Schwetzinger Fernsehaufzeichnung von 1988 als Gemeinschaft aller deutschen dritten Programme ausgestrahlt. Nach der Aufführung folgt die Dokumentation ,,Dürrenmatt inszeniert Achterloo“ zur erklärtermaßen letzten Regiearbeit des Dichters. In Bonn bekommt er den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Er schreibt den Roman Durcheinandertal.
Seinen literarischen Nachlass verschenkt er im Jahre 1990 an die Schweiz. Am 14. Dezember erleidet Friedrich Dürrenmatt einen Herzinfarkt, infolgedessen er in Neuchâtel noch am selben Tage stirbt. Es erscheinen 1992 aus seinem Nachlass sechs Essays.

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