Die Leiden des jungen Werther: Kurzinterpretation zu Brief 6

Die Leiden des jungen Werther: Kurzinterpretation zu Brief 6​ - ein Deutsch Referat

Dieses Referat hat Noah geschrieben. Noah ging in die 12. Klasse. Für dieses Deutsch Referat hat wurde die Note 2 vergeben.
Schulnote.de und alle anderen SchülerInnen, die dieses Referat benutzen, bedanken sich bei Noah herzlichst für die fleißige Unterstützung und Bereitstellung dieser Hausaufgabe.

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Reden und Vorträge halten.

Bei Vorträgen ist die Vorbereitung und Übung das Wichtigste. Notiere Dir nur Stichpunkte zu Deinem Referat, um nicht in Versuchung zu kommen abzulesen. Vergiss bei Deiner Vorstellung nicht zu erwähnen, wer Du bist – also Deine Vorstellung, und über wen bzw. über was Du Deine Rede hältst. Rede frei und beachte Deine Zuhörer, aber lasse Dich nicht ablenken. Schaue in Deine Klasse und beobachte die Reaktionen. Passe dann Deine Redegeschwindigkeit an. Ein gutes Referat sollte 5-7 Minuten dauern. Verpacke etwas Witz in Deinem Vortrag, um Dein Publikum nicht zu langweilen. Viel Erfolg wünscht Schulnote.de!

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Dies ist ein Artikel geschrieben von SchülerIn Noah, schulnote.de ist weder für die Richtigkeit noch für die Quelle verantwortlich.

Hausaufgabe

In seinem am 26. Mai 1771 verfassten sechsten Brief kritisiert Goethes Romanfigur Werther die bürgerliche Gesellschaftsordnung, indem er erkennt, dass Regeln den „Strom des Genies“ versickern lassen und damit schöpferischer Kunst, wie der Dichtung oder der Malerei sowie der authentischen Liebe ein schlagartiges Ende setzen.

Werther wird durch ein konkretes Ereignis dazu veranlasst diese Überzeugung zu Papier zu bringen. Auf der Handlungsebene steht im Mittelpunkt des Briefes, dass er in Wahlheim eine Szene aus seiner Umgebung zeichnet, welche zwei kleine Jungen zeigt, die unter einem Baum in einer ländlichen Gegend mitten in der idyllischen Natur gezeigt werden. Werther, dem das Ergebnis des Zeichnens wohlgefällt, realisiert dadurch, dass er solch ein Bild allein durch das Motiv und die Inspiration der Natur fertigen konnte. Nun wechselt Werther von der Handlungsebene auf die kommentierende Ebene, indem er zunächst das Verhältnis von Natur und Künstler herausstellt und klar macht, dass die Natur allein einen wahren Künstler zu dem macht was er ist und ihn weiterbildet. Seine Einstellung scheint dabei fast gegensätzlich zur gängigen Ansicht der Aufklärung, die versuchte die Welt bis ins kleinste Detail zu erklären, zu sein. Indem er die Natur als „unendlich reich“ (Z.9f) ansieht, macht er deutlich, dass diese dem Menschen überlegen ist, dieser sie schätzen sollte und auch eine noch so durchstrukturierte und geordnete Gesellschaft der ungestümen Natur nie überlegen sein wird.

Eine solche bürgerliche Gesellschaft mit ihren Normen, Pflichten und Konventionen ist für Werther das vollkommene Gegenteil der Natur. Er geht in seinem Gedankengang sogar noch weiter, indem er Regeln mit Zerstörung der wahren Impressionen von Natur und der damit verbundenen Expression der Natur durch den Künstler gleichstellt.

Seine These verdeutlicht Werther an einem Beispiel in Form eines Gleichnisses. Das Thema dieses Gleichnisses ist die Gegensätzlichkeit von Natur, Kunst und Liebe zu gesellschaftlichen Regeln. Kurz gesagt, ist der Inhalt des Gleichnisses, dass ein Philister einem leidenschaftlichen Liebenden, der quasi „Feuer und Flamme“ für seine Angebetete ist, rät „menschlicher“ zu lieben. „Menschlicher“ bedeutet für dieses kalkulierter und nach gewissen Regeln, wie z.B. die Arbeit bei aller Verliebtheit nicht zu vernachlässigen. Damit endet das kurze Gleichnis. Werther interpretiert es, indem er im Sinn und Zweck der empfohlenen „Beherrschung“ die Reifung zu einem „brauchbaren Menschen“ sieht. Das beurteilt er allerdings negativ, da durch die Beherrschung das eigene, natürliche Gefühl eingedämmt und zerstört wird und ein solch beherrschter Mensch, der es zulässt sich in dieser Art und Weise einschränken zu lassen, niemals wirkliche Liebe empfinden und ausdrücken können würde und niemals ein Künstler sein könnte.

Werther sieht folglich den Regeln und Zwängen die Hauptursache dafür, dass der sogenannte „Strom des Genies“ sich so selten entfalten kann. Mit diesem Ausdruck, meint er die angeborene Urkraft der Seele, die in jedem Menschen vorhanden ist und ihm die Fähigkeit gibt zu schaffen, zu kreieren, zu ahnen, intuitiv zu empfinden und zu lieben, also all das, was den Idealmenschen des Sturm und Drang ausmacht. Diese Eigenschaften gehen laut Werther durch Anpassung an die Regeln der Gesellschaft verloren. Paradox ist gerade, dass stark rational gesteuertes, kontrolliertes, vorrausschauend geplantes Verhalten in dem Gleichnis als besonders human bezeichnet wird: „Lieben ist menschlich, nur müsst Ihr menschlich lieben!“ (Z.27f) Der Philister, der der fiktive Sprecher des Gleichnisses ist, hat anscheinend eine vollkommen andere Vorstellung von Menschlichkeit als Werther. Er scheint damit zielgerichtetes Verhalten zu meinen, bei dem man die eigenen Impulse am besten so gut wie möglich unterdrückt. Werther hingegen sieht als Menschlichkeit die Fähigkeit seine Gefühle ungeniert zu zeigen und den Augenblick zu genießen ohne sich Sorgen über die Zukunft zu machen.

Ich kann nachvollziehen, was genau Werther mit seiner Gesellschaftskritik meint. Allerdings führt seine Theorie letztendlich zu der Schlussfolgerung, dass derjenige, der sich den Regeln der Gesellschaft unterordnet um Erfolg zu haben, nicht mehr dazu fähig ist echte Liebe zu empfinden, seiner Leidenschaft zu folgen und sie auszudrücken. Dabei berücksichtigt Werther meiner Meinung nach nicht, dass es auch möglich ist Kompromisse zwischen den Emotionen des Individuums und den Pflichten der Gesellschaft zu schließen und dass es durchaus auch Menschen gibt, die sich den Regeln aus freiem Willen unterordnen.

Obwohl ich mit Werther generell darin übereinstimme, dass in der Kunst und in der Liebe Regeln fehl am Platz sind, muss man bedenken, dass zum Überleben und Zusammenleben in der Gesellschaft zwangsläufig gewisse Regeln von Nöten sind.

Die Leiden des junge Werther, Johann Wolfgang von Goethe, Reclam, Ditzingen (Februar 1999)

Direktor Schulnote.de

Noah

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Deutsch
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