Die Welt der Science Fiction

Die Welt der Science Fiction​ - ein Deutsch Referat

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Beschreibung und Definition Science Fiction, Interpretation, Autoren und Werke

Die Welt der Science Fiction (Zatl)

Science Fiction – das aufstrebende Literatur-Genre

Die Science Fiction, hier in der Regel mit dem Kürzel SF bezeichnet, hat in den letzten Jahren in allen Medien stetig an Boden gewonnen und hat inzwischen zu vergleichbarer Genre-Literatur wie Kriminalroman oder Western aufgeschlossen, ja diese in der Gunst der Leser bereits überholt. Das gilt nicht nur für den anglo-amerikanischen, sondern auch für den

deutschen Sprachraum. Hier nähert sich die Zahl der jährlich veröffentlichten Buch – und Taschenbuchtitel bereits dem halben Tausend, und es gibt kaum noch einen Verlag, der sich der Science Fiction verschließen könnte.

Gründe für diese Entwicklung sind :


o) das Abenteuerlich-Spannende der SF-Literatur,

o) das Gigantomanische des Dargestellten,

o) sowohl die wissenschaftlich-technische Entwicklung der jüngsten Vergangenheit (Raumfahrt

und Mondlandung) als auch der Gegenwart,

o) das Interesse für technische und wissenschaftliche Phantasien,

o) das von der gesellschaftlichen und politischen sowie der realen persönlichen Situation des

Lesers Ablenkende dieser Literatur,

o) der Fortschrittsglaube und Wissenschaftsoptimismus, den diese Literatur ausstrahlt,

o) das anthropozentrische, also menschbezogene Denken und die Demonstration menschlicher

Überlegenheit im Vergleich zu außerirdischen Lebewesen

o) das Happy-End der meisten SF-Stories und der gewaltige Problembewältigungsoptimismus,

den diese Geschichten dem Leser demonstrieren.


Was ist Science Fiction ?


Die Definition der Science Fiction ist ein weitläufiges Problem. Schlägt man

in einer Enzyklopädie unter “ Science Fiction “ nach, so findet man dort wohl

Definitionen wie : … die Science Fiction, Wissenschaftsdichtung, Zukunfts –

romane, in denen vorausgeahnte oder erdachte technische und wissen –

schaftliche Erfindungen im Rahmen einer spannenden Handlung eine ent –

scheidende Rolle spielen …. .

Doch ist diese Definition wohl kaum geeignet, den Begriff der SF zu be –

schreiben.

Der Begriff Science Fiction wurde in den 20er Jahren von dem Deutschamerikaner

Hugo Gernsback, dem Begründer des ersten SF-Magazines “ Amazing Stories“, ge-

prägt.

„Science“ signalisiert hierbei das Wissenschaftliche, Rationale, Sachlichkeit und Nüchtern-

heit und technische Planung.

„Fiction“ hingegen verweist auf das Nicht-Rationale, Emotionale, Imaginative, also eben

auf die Phantasie des Menschen.


Der Begriff „Science Fiction“ wird hier, angesichts der Tatsache, daß es eine allgemein gültige Definition von SF weder gibt noch geben kann, bewußt weit gefaßt.

Als Ursprünge der SF werden die Tradition der Utopie (der von bestimmten historischen

Verhältnissen her gedachte Idealzustand menschlichen Zusammenlebens), die phantastische

Unterhaltungsliteratur, die “ gothic novels“ des 18. und 19.Jahrhunderts und die Schauer-

romane der Romantik betrachtet.



Historische Vorläufer der modernen SF werden hier ebenso einbezogen, wie spezielle Auspägungen des heutigen Genres. Auf diese Weise hat der antike Autor Lukian mit seiner Mondreiseerzählung ebenso einen Eintrag erhalten, wie die klassischen Utopisten vom Schlage eines Thomas Morus oder frühe Verfasser von Anti-Utopien.

Die erste Blütezeit der SF war zwischen den Weltkriegen ( 1920 – 1940 ), Autoren wie

Isaac Asimov, A.C. Clarke kennzeichnen diese Epoche der SF-Literatur vor allem durch

die positive Sicht der naturwissenschaftlichen Entwicklung.

Anfang der 60er Jahre wurden von zahlreichen Autoren soziale und gesellschaftliche

Komponeneten in ihre Werke eingebunden. Vor allem James Graham Ballard gehörte zu den

bekanntesten Vertretern der “ New Wave „, denen die bisherige Genre-Werke zu stereotyp

und trivial erschienen.

Die letzte Entwicklungsphase der SF war in den 80er Jahren. William Gibson schuf mit seiner

Neuromancer-Triologie den Cyberpunk. Gibson erfand den Outlaw des 21.Jahrhunderts und seine Prärie, die postatomare Müllhalde. Tote, deren Bewußtsein in Großrechenanlagen weiterleben,Voodoo-Zauber im Cyberspace, Babystrich und machthungrige Daten-Mafia,

Menschen, die längst durch Cyberware (= künstliche Computerimplantate) zu „Terminatoren“

geworden sind. Kurz, ein neues Genre der SF, das mit dem Cyberspace als Geburtshelfer neuen

Ufern entegegensteuert.

Die größte Aufgabe der SF-Literatur ist wohl die Vermittlung von Naturwissenschaftlich-Technischem, politischen Ideen und deren Verwirklichungen, Staats,Regierungs- und Gesell-

schaftsformen ebenso aber das Aufbringen der Fragen nach den negativen Auswirkungen oder

den Veränderungen, die solche Entwicklungen mit sich bringen könnten.





Interpretation und Analyse der Science Fiction





Die SF-Literatur stellt ein Geschehen dar, das unserer unmittelbaren gesellschaftlichen Rea-

lität enthoben ist. Die Handlung spielt meistens in einer anderen Zeit, in einer anderen Umgebung und im Umgang mit außerirdischen Lebewesen, weshalb die SF auch

“ Literatur der erkenntnisbezogenen Verfremdung “ genannt wird.

Die außerirdische, der Menschheit zeitlich entfernte Welt ( Zukunft, Weltraum, andere Planeten) und die Außerirdischen dienen


o) als Spiegel für den Menschen

o) als Erkenntnisinstrument seiner selbst.


Dadurch wird Lesen, Reflektieren und Erkennen ohne individuelle Emotionalität ermöglicht.

Durch die Verfremdung ergeben sich die Möglichkeiten der Kritik, der offenen Entwürfe

und Denkmodelle.

Die Science Fiction ist eine futuristische Vorausschau. Sie dient der Prognostik im Sinne des

Antizipierens zum Zwecke


o) des Ausprobierens gedanklicher Möglichkeiten

o) aufklärender Information

o) warnender Argumentation

o) abenteuerlichen Spiels.



Utopien, Fantasy, Vorhersehung – ein Versuch der Ordnung


Die SF-Literatur ist als literarisches Genre zwischen Utopie, “ Fantasy “ und Märchen

angesiedelt. Roman und Kurzgeschichte werden von den Autoren als häufigste Form ge-

wählt. Sie kann als Satire, Parabel, Groteske oder Humoreske erscheinen, metaphorische,

märchenhafte oder essayistische Züge tragen.


Textprobe : …. Offenbar ein jeder hatte irgendein Aufnahmegerät dabei – Video, Holo,

einige wenige auch Simstim-Geräte am Gürtel – aber ansonsten sahen sie

nicht gerade viel nach Geld aus.

Sie sah Prior einen Creditchip über den Tisch zu der Frau mit dem Namens-

schild schieben, die ihn nahm und durch einen Metallschlitz führte…….

(W.Gibson, Mona Lisa Overdrive, S101, Kap.11)


Will man die SF in Gruppen unterteilen, so kann man, wie Kenner des Genres wissen, davon ausgehen, daß es drei große Gruppen der SF – Literatur gibt.


Einerseits sei hier die klassische Form der Utopie bezüglich gesellschaftlicher Veränderungen genannt, die alle zum Ziel haben, eine Veränderung der menschlichen Gesellschaftsordnung entweder zum Guten oder zum Schlechten zu beschreiben. Diese Visionen sollen den Leser zum Nachdenken animieren, wie leicht es doch sein kann, die Spezies Mensch in bestimmte Rollenmuster und Verhaltensschemata zu zwängen.


George Orwell

(1903-1950)


1984


Im Jahre 1984 ist die Welt in drei große Machtblöcke aufgeteilt: Ozeanien, Eurasien und

Ostasien, politische Systeme die sich auf fatale Weise gleichen. Um innenpolitischen

Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, führen diese ständig “ Schein-Kriege “ mit wechseln-

dem Vorzeichen gegeneinander, um so ein perfektes Unterdrückungssystem zu garantieren,

das ganz auf die Aussschaltung der Individualität des einzelnen ausgerichtet ist. Eine riesige

Propagandamaschinerie macht ständig auf den Staat -“ den großen Bruder „- aufmerksam, dem

auch nicht die geringste Begebenheit im Privatleben seiner Bürger entgeht.

In dieser Welt lebt der kleine Angestellte Winston Smith, der sich berufsbedingt an den ständig

wiederkehrenden Geschichtsschreibungen beteiligt, denn alle historischen Ereignisse müssen, je

nachdem, wie die politischen Fronten gerade verlaufen, immer neu geschrieben werden und den gegenwärtigen Verhältnissen angepaßt werden, was bis hin zur Fälschung uralter Verträge

und Dokumente geht. Smith hat ernste Zweifel an dem System, heuchelt aber nach außen hin

Loyalität, damit die Agenten der “ Gedankenpolizei“ nicht auf ihn aufmerksam werden. In seiner von Kameras überwachten Wohnung gibt es ein Plätzchen, das von keiner Kamera er –

reicht werden kann. Dort sitzt er häufig und führt ein Tagebuch. Seine Liebe zu dem Mädchen

Julia gibt ihm die Kraft, seinen Alltag durchzustehen. Mit ihr flüchtet er sich in die Winkel, die

er noch unbeobachtet glaubt. Aber man entdeckt sie. Sie werden getrennt und den psychischen

Foltermethoden des Parteiapparates ausgesetzt.

Winston verläßt die Folterburg der Partei als seelisch gebrochener Mann, er hat Julia, seine

Geliebte verraten, eine Tatsache mit der er nicht fertigwerden kann.

1984 ist von allen SF-Romanen der bekannteste. Mit ihm ging Orwell in die Geschichte der

Literatur ein. Der Roman, eine beklemmende und furchteinflößende Anti-Utopie, ist eines


der leidenschaftlichsten Bücher gegen die Unterdrückung des einzelnen durch einen anonymen

Staat. Obwohl auf die damalige UdSSR unter Stalin gemünzt, erfuhr der Roman durch die

Jahrzehnte immer wieder Neubewertungen und gilt als Warnung vor zuviel Staat schlechthin.

Seine Aktualität hat angesichts von Atom-Mächten und den elektronischen Überwachungs-

möglichkeiten nichts eingebüßt, eher dazugewonnen. 1980/1981 kam 1984 erneut in die

deutsche Bestsellerliste.






Anthony Burgess

geb. 1917


A Clockwork Orange

( 1962 dt.Uhrwerk Orange 1974, verfilmt von Stanley Kubrick)


Für den Jugendlichen Schüler Alex gibt es nur ein Vergnügen : die Gewalt. Wenn er mit

seiner weißgekleideten Bande durch die Straßen des zukünftigen London zieht, bleiben

stets zusammengeschlagene Männer und geschändete Frauen zurück. Einmal, als er ein

Mädchen erschlägt, wird er erwischt. Ihm droht lebenslange Haft. Um ihr zu entgehen,

meldet er sich freiwillig für ein Experiment. Eine Gehirnwäsche “ heilt “ ihn und macht

ihn zu einem „brauchbaren“ Mitglied der Gesellschaft. Von nun an ist Alex unfähig,

Gewalttaten zu begehen, denn sobald er auch nur die Hand hebt, befällt ihn würgende

Übelkeit. Beethovens Musik, die er vor der Gehirnwäsche verehrte, läßt ihn nun ( als eine

Nebenwirkung der Behandlung) allergisch reagieren. Der erfolgreiche Versuch wird von der

britischen Regierung für Propagandazwecke genutzt, aber als Alex die Freiheit wieder hat,

wird sie für ihn zum Alptraum. Seine ehemaligen Kumpane sind nun bei der Polizei und schlagen ihn jetzt auf “ legale Weise “ zusammen. Halbtot schleppt er sich in das Haus eines

seiner früheren Opfer, eines gelähmten Schriftstellers, der ihn zunächst nicht erkennt.

Als Alex´ Retter jedoch erkennt, wen er da unter seinem Dach beherbergt, benutzt er den

Jungen als Druckmittel gegen die Regierung, die er haßt. Er sperrt Alex in die Dachkammer

und quält ihn solange mit Beethoven-Musik, bis er aus dem Fenster springt und sich schwer

verletzt. Die Regierung macht die Gehirnwäsche wieder rückgängig, von nun an ist Alex wieder der alte.


Burgess verweist in seinem Roman, ähnlich wie Orwell, auf die Möglichkeiten der herrschenden Macht, den Willen eines (oder mehererr) Menschen so zu lenken, daß dieser

keinen eigenen Willen mehr kennt. Ein Mensch, dem man die Willenskraft nimmt, sich

zwischen Gut und Böse zu entscheiden, ist nicht automatisch gut, sondern in erster Linie

kein Mensch mehr. Der Mensch sei ein Mikrokosmos, organisch wie eine Frucht (=Orange).

Nimmt man an ihm eine Gehirnwäsche vor, wird er zu einem mechanischen Geschöpf,

also wie ein Uhrwerk.


* * * *


Zum anderen sei hier die unterhaltende Dichtung der SF genannt , deren Ziel es ist, den Leser zu anderen Welten, seien diese nun Lichtjahre von der Erde entfernt, oder als Parallelwelten zu unserer existenten, zu entführen. Diese Richtung der Science Fiction zählt auch zu der Aus-prägung des Genres, das wissenschaftliche Errungenschaften in den Vordergrund stellt, und dem Leser das Umgehen der Romanhelden mit eben diesen Errungenschaften und den damit verbundenen Problemen näherbringt. Doch diese fantastische Dichtung zeigt auch, wie wenig die Menschen bisher begriffen haben, daß sie an ihrem Forscherdrang immer wieder scheitern.



Isaac Asimov

geb 1920


I , Robot

(1950, dt. Ich, der Robot, 1952)


Der Episodenroman I,Robot umfaßt neun Stories, die in den Jahren 1940-1950 veröffentlicht

wurden. Der Erzähler sucht im Jahre 2057 die Roboterpsychologin Dr.Susan Calvin auf, die

während ihrer Berufsjahre hautnah die Entwicklung der Roboter miterlebt hat. Sie berichtet

ihm, wie seit ihrem Arbeitsantritt in der Firma U.S.ROBOTS, im Jahre 2008, die Roboter Schritt für Schritt verbessert wurden und erzählt Episoden, die diese Entwicklungen veran-

schaulichen. In “ Liar ! „(1941) stellt Asimov erstmals seine berühmten drei Regeln der Robotik auf :


1.) Ein Roboter darf kein menschliches Lebewesen verletzen oder durch Untätigkeit gestatten,

daß einem menschlichen Lebewesen Schaden zugefügt wird.

2.) Ein Roboter muß den ihm von einem Menschen gegebenen Befehlen gehorchen, es sei

denn, ein solcher Befehl würde mit Regel (1) kollidieren.

3.) Ein Roboter muß seine Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht mit Regel (1) oder

(2) kollidiert.


Um die Problematik dieser drei Regeln sind fast alle Episoden gelagert. In “ Runaround „, das

auf dem Planeten Merkur spielt, hat der Robot Speedy durchgedreht. Unablässig rennt er um einen Selentümpel herum. Er war von den Spezialisten Powell und Donovan ausgeschickt worden, um etwas Selen zu beschaffen, aber ein ganzer Tümpel davon stellt für ihn eine Ge –

fahrenquelle dar. Regel (2) und (3) geraten miteinander in Konflikt. Der Robot kann sich nicht

mehr entscheiden, und erst als Donovan Regel (1) ins Spiel bringt und sich der mörderischen

Hitze aussetzt, ist der Roboter gezwungen, den Menschen zu retten und seinen sinnlosen Rundlauf zu beenden.

In Liar ! z.B. kann ein Robot wegen eines technischen Fehlers plötzlich die Gedanken der Menschen lesen. Um aber Regel (1) nicht zu mißachten, erzählt er von nun an den Menschen

nicht mehr die Wahrheit, sonder nur noch das, was sie hören möchten.


Jede Einzelstory Asimovs ist gut durchdacht, der Band stellt als Ganzes einen Meilenstein in der SF-Literaturgeschichte dar.



A.C.Clarke

geb 1917


A Space Odysse

( 1968,dt. 2001- Odyssee im Weltraum, 1969)



Als die Vorfahren der Menschen vom Aussterben bedroht sind, greifen geheimnisvolle Außer-

irdische ein. Sie senden einen rätselhaften schwarzen Monolithen zur Erde hinab, über den sie

dem Menschenaffen jene agressive Intelligenz vermitteln, die ihn befähigt, seinen Siegeszug durch die Evolution anzutreten.

Einen zweiten Monolithen entdecken Raumfahrer auf dem Mond. Er liegt seit vier Millionen

Jahren in dem Mondkrater Tycho, der zum Einflußbereich einer amerikanischen Mondbasis

gehört. Die Amerikaner halten die Sache geheim, schirmen das Gebiet ab, indem sie eine Quarantäne wegen einer angeblichen Epidemie verhängen und ziehen Experten hinzu. Als der

Monolith, aus dem Kraterboden ausgegraben, wieder vom Sonnenlicht bestrahlt wird, sendet er in Richtung Jupiter einen Signalton ins All ab. Er war offenbar nichts anderes als eine mit

Sonnenenergie betriebene Sendeanlage unbekannter Herkunft.

18 Monate danach startet das Forschungsraumschiff “ Discovery “ Richtung Jupiter. An Bord

befinden sich zwei Astronauten, drei in Tiefschlaf versetzte Wissenschaftler und der Schiffs-

computer HAL 9000, der der eigentliche Lenker der „Discovery“ ist. Unterwegs stellt sich heraus, daß der Computer beginnt, eine Persönlichkeit zu entwickeln und öfters widersprüchliche Informationen liefert. Man erwägt ihn auszuschalten. HAL hört jedoch das

Gespräch der beiden Astronauten ab und beginnt gegen seine “ Herren “ zu revoltieren. Er

schaltet die Lebenserhaltungsfunktionen der Wissenschaftler ab und tötet einen Astronauten.

Bowman, der die Angriffe des Computers überlebt erreicht letztendlich doch sein Ziel : die

Computer-Zentrale, in der er die Funktionen von HAL ausschaltet. Als HAL “ stirbt „, erfährt

Bowman über eine Bandaufzeichnung den wahren Zweck der Mission, nämlich nicht, so wie

ihm gesagt wurde, den einer Forschungsmission, sondern den dezitierten Befehl, nach dem

Empfänger des Signales des Mondmonolithen zu suchen.


Auch hier wieder kommt die Problematik der menschlich-technischen Beziehung zum Vorschein. Bedingt dadurch, daß dem Computer das wahre Ziel der Mission bekannt war, er

aber die Astronauten davon nicht in Kenntnis setzen durfte, also “ lügen “ mußte, eine Funktion auf die er nicht programmiert war, begannen seine Fehlfunktionen.


Tatsächlich taucht beim Jupiter auch ein Monolith auf, aber dessen Ausmaße sind gewaltig. Er stellt sich als eine Art Sternentor, Dimensionstor heraus, durch das Bowman eine unwirkliche andere Welt erreicht in der er in kürzester Zeit altert und stirbt, dann aber als astraler Fötus wiedergeboren wird. In seiner neuen Form, dem sog. “ Astralkörper “ kehrt er zur Erde zurück und verhindert dort die atomare Selbstauslöschung der Menschheit.


* * * * * * *


Als letztes Genre der modernen Science Fiction sei hier noch die Fantasy-Dichtung genannt, bei der die Übergänge zur klassischen SF wohl mehr als fließend sind. Denn gerade die Fantasy-Romane passen weder in die klassisch-historische Literatur der Welt des Mittelalters,

noch in die hochmoderne technologisierte Welt von heute.

Auch ist es schwer, von Fantasy-Dichtung zu sprechen, denn es kommt immer auf die Zeit an, in der der Leser lebt. Denn in welche Kategorie, sofern es welche gibt, hätte man damals Jule Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ eingeordnet , und in welche Kategorie würde sie heute passen ?



Lukian

(ca 120-180 n Chr. !!)

vollständiger Name nicht bekannt


Geboren in Samosata, weshalb er auch L. von Samosata genannt wurde. Lukian war

syrischer Grieche. Er betätigte sich als Advokat in Antiochien, bereiste dann die

Welt, studierte Philosophie in Athen, war schließlich Prokurator in Ägypten, wo er

auch starb.



Unter seinen rund 80 hinterlassenen Schriften ( in griechisch und latein) – vor allem

sophistische Götter-, Toten- und Hetärengespräche – befindet sich auch ein

prä-utopisches Werk über eine Reise zum Mond !



Johannes Kepler

(1571-1630)


Geboren in der Stadt Weil, Württemburg. Astronom und Gehilfe Tycho Brahes in Prag

und nach dessen Tod Hofastronom und Mathematiker Rudolfs II.

Interessant für die Science Fiction ist Keplers Werk SOMNIUM, das von einem Traum

Keplers berichtet. In seinem Kern ist das Buch eine wissenschaftliche Beschreibung der

Mondoberfläche. Die Handlung, wie nämlich Durocatus, ein Student Tycho Brahes und

dessen Mutter durch Hexerei auf den Mond kommen, ist dabei Nebensache. Den Ab-

schluß dieses Berichts bilden Spekulationen Keplers, wie Leben auf dem Mond nach

den damaligen Erkenntnissen auszusehen hätte.

Nicht zuletzt dadurch wurde SOMNIUM zu einem bedeutenden SF-Vorläufer.





Jules Verne

(1828-1905)


Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer

( Vingt mille lieuses sous les mers, 1870, dt.Titel 1874)


Auf dem Meer kommt es zu seltsamen Begegnungen von Schiffen mit einem geheimnisvollen

Objekt. Die Amerikanische Regierung rüstet darauf hin ein Schiff aus, mit dem das seltsame

Objekt gejagt und erforscht werden soll. Auf diesem Schiff befindet sich auch der Pariser

Professor Aronnax, sein Assistent Conseil und der kanadische Walfänger Ned Land.

Auf der Suche nach diesem mysteriösen Objekt wird das Forschungsschiff von diesem

gerammt. Der Wissenschaftler und seine Freunde überleben die Kollision und werden von

Menschen, die aus diesem schwimmenden Objekt steigen, gerettet. Sie bleiben dort an Bord

dieses Unterseebootes, der “ Nautilus „, als Gefangene und erleben gemeinsam mit dem

Kapitän des U-Bootes, Kapitän Nemo zahlreiche Abenteuer.


In diesem Werk beschreibt Jule Verne besonders gelungen die Unterwasserlandschaft,

erzählt davon, wie sich Menschen (die Besatzung der Nautilus) von unterseeischen

Früchten wie Seetang und Muscheln ernähren, dokumentiert erstmals die Reise in einem

Schiff, welches es zu seiner Zeit noch nicht einmal gegeben hat und beschreibt die Antriebs-

technik dieses Unterseebootes, spricht dabei von einer unendlich großen, aber auch gefährlichen Energiequelle (= Atomantrieb).

Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer wurde mehrmals mit verschiedenen Titeln verfilmt

und gehört wohl zu den bekanntesten Werken der fantastischen Literatur.





* * * * * *










Weitere bekannte Autoren und ihre Werke


Aleksej N. Tolstoj – Geheimnisvolle Strahlen


Thea von Harbou – Metropolis

(verfilmt von Fritz Lang,1925)


Frank Herbert – DUNE- Zyklus

( DUNE, Dune Messiah, Children of Dune)


George Lucas – Star Wars Trilogie (ursprünglich Drehbücher, Filmstories)

( Star Wars, The Empire Strikes Back, Return of the Jedi)


H.G. Wells – Krieg der Welten

– Die Zeitmaschine

– Der erste Mensch im Mond


Aldous Huxley – Schöne neue Welt (Lt_Huxl.doc)


A.E. van Vogt – Die Expedition der Space Beagle


Michael Ende – Momo

– Die unendliche Geschichte

Otto Basil – Wenn das der Führer wüßte (Satire)


Stanislav Lem – Eden

– Cyberiada

– Sterntagebücher


John Boyd – The Last Starship From Earth


Frederic Brown – Martians Go Home (Satire)


A.C. Clark – Childhoods´End

– Imperial Earth


Pierre Boulle – Planet der Affen


H.W. Franke – Die Glasfalle

– Der Elfenbeinturm

– Zone Null


Hermann Hesse – Das Glasperlenspiel


E.T.A Hoffmann – Der Sandmann







Stephen King – Carrie

– IT (ES)

– The Stand


Thomas Morus – Utopia

Edward Bellamy – Looking Backward 2000 – 1887


Edgar A. Poe – House of Usher

– Die Maske des roten Todes


Mary Shelley – Frankenstein

– The Last Man


Arkadij &

Boris Strugackij – Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein


J.R.R Tolkien – Der Hobbit

– Herr der Ringe



W. Gibson – Neuromancer

– Biochips

– Mona Lisa Overdrive


Alan D. Foster – Die Glockenbäume


Robert A. Heinlein – Ein Mann in einer fremden Welt


Jolen Wyndham – Die Triffids


































Bibliographie/ Quellennachweis:



Reclams Science Fiction Führer,

Unterlagen Prof. B. Kirschner,

Phantastische Bibliothek, Suhrkamp

Fantasy, SF-Filme, Goldmann


Bücher : George Orwell, 1984

Jule Verne, 20.000 Meilen unter dem Meer

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

W. Gibson, Mona Lisa Overdrive

Isaac Asimov, Ich, der Robot


Filme : S. Kubrick / 2001-A Space Odysse

S. Kubrick / A Clockwork Orange

R.Scott / Alien

G.Lucas / Star Wars

P.Finch / Dune



Abblidungen :


Cover : H.R. Giger, Harkonen (Dune)

Rückseite : H.R. Giger, Alien(Alien)






Zusammenfassung
Begriff, Geschichte, Rezeption, …

SCIENCE FICTION/ UTOPIE
Begriff:

Der Begriff SF wurde in den 20iger Jahren von dem Deutschameri-

kaner Hugo Gernsback, dem Begründer des ersten SF-Magazins

„Amazing Stories“, geprägt.

„Science“ signalisiert Wissenschaft, Rationalität, technische

Planung, Sachlichkeit und Nüchternheit

„Fiction“ verweist auf das Nicht-Rationale, Emotionale, Imagi-

nitive, auf die Phantasie.

Als Ursprünge der SF werden die Tradition der Utopie (der von

bestimmten historischen Verhältnissen her gedachte Idealzu-

stand menschlichen Zusammenlebens), die phantastische Unter-

haltungsliteratur, die „gothic novels“ des 18. und 19. Jhdts

und die Schauerromane der Romantik.

So kennzeichnen diese Literatur das Okkult-Tiefgründige, das

Gruselig-Schauderhafte und Unbegreifliche, es finden sich

aber auch märchenhafte Züge, Züge des klassischen Helden-

und Ritterromans, des Bildungsromans, mystische und mytholo-

gische Züge.
Gattung:

Die SF-Literatur ist als literarisches Genre angesiedelt zwi-

schen Utopie, „Fantasy“ und Märchen.

Roman und Kurzgeschichte werden von SF-Autoren als häufigste

Form gewählt. Sie kann als Satire, Parabel, Groteske oder Humo-

reske erscheinen, metaphorische, märchenhafte oder essayisti-

sche Züge tragen.
Klassiker und Begründer:
Jules Verne: (1828-1905)

Bei seinen Romanen handelt es sich in erster Linie um Reise-

beschreibungen in vertrauter irdischer Atmosphäre und in der

Tradition des romantischen Abenteuerromans.
H.G.Wells: (1866-1946);

Ihm geht es um das soziale und gesellschaftliche Zusammenle-

ben (z.B. der Mondbewohner) unter dem Aspekt ihrer Bedeutung

für den Menschen. Wells versteht sich nicht nur als Roman-

cier, sondern vor allem als Reformer und utopischer Sozia-

list.
Kurd Laßwitz: (1848-1910)

Er ist philosophisch orientiert. Als Mathematiker besitzt er

die nötigen naturwissenschaftlich-technischen Kenntnisse,

zudem ein hohes Maß an Einfallsreichtum.
Gemeinsame wesentliche Züge:

* naturwissenschaftlich-technische Prognostik

* Zukunftsoptimismus

* das Ausgreifen des Menschen über die Erde hinaus in den

Weltraum

* die Begegnung mit fremden Intelligenzen, die dem Menschen

positiv oder negativ gegenüberstehen

* die Auseinandersetzung mit Problemen gesellschaftlicher,

philosophischer und metaphysischer Art

* Neigung zu klischeehafter Darstellung und Einbindung des

bisher Benannten in abenteuerliche, spannende Sujets
Neue Akzente: Antiutopien:
Evgenij I. S(Z)amjatin: (1884-1937); „Wir“ (1920)
Aldous Huxley: (1894-1963); „Schöne neue Welt“ (1932)
George Orwell: (= Eric Blair, 1903-1950); „1984“ (1949)

* Kultur- und Technikpessimismus

* Angst vor gesellschaftlicher Entfremdung
SF-Magazine/-Hefte:

Das SF-Magazins „Amazing Stories“ von Hugo Gernsback bildete in

den 20iger Jahren den Anstoß zu einer Reihe von ähnlichen Pulp-

Magazinen (pulp= breiige Masse mit größeren od. kleineren

Fruchtstücken zur Marmeladeherstellung) und von „fanzines“, die

von der aktiven SF-Leserschaft gegründet und mit Autoren ge-

meinsam betrieben wurden und werden. Eine vergleichbare Er-

scheinung in Deutschland ist der „Perry Rhodan“-Club mit seiner

eigenen Erscheinung.

Die Massenproduktion in Heftform begann gegen Ende des 19.

Jhdts. Der größte Erfolg ist und bleibt „Perry Rhodan“, eine

Heftreihe, die seit 1961 im Aufwind der Sputnik- und Weltraum-

euphorie zur auflagenstärksten Serie auf dem SF-Markt avan-

cierte, geschickt gesteuert vom Pabel-Moewig Verlag, wobei

allein die Erstauflage ca. 150 000 Exemplare erreicht.

PR ist ein gewaltiger Fortsetzungsroman. Die Titelfigur,

einst Kommandant der ersten amerikanischen Mondexpedition,

lernt von den dem Menschen weit überlegenen Arkoniden Wis-

senschaft und Technik und erlebt als „Administrator des So-

laren Imperiums“ unzählige Weltraumabenteuer, in denen na-

turwissenschaftliche und technische Phantastereien als

spannungserhöhendes Element eingesetzt werden. Rhodans Ziel

ist es, in einer durch fremde Lebewesen aus dem All bedroh-

ten Welt Frieden zu stiften.

Verfaßt wird diese Serie von einem Autorenteam.

In den Pulp-Magazinen stehen die trivialen SF-Formen in sehr

enger Berührung mit ernstzunehmender SF-Lit.

SF-Literatur (histor.):
1.Blütezeit: zwischen den beiden Weltkriegen.

Asimov, Bradbury, A.C.Clarke, R.A.Heinlein, C.Kornbluth,

S.Sturgeon, A.E.van Vogt, Weinbaum, Hans Dominik. Neben den

USA und England spielte und spielt die SF-Literatur auch in

Polen, der Tschechoslowakei und besonders in der Sowjetunion

(Dnjeprow, A.Tolstoi, Samjatin; heute: Dudinzwew, Nemzow,

Sawtschenko, die Brüder Strugazkij) eine große Rolle.

Kennzeichen dieser SF-Literatur ist die positive Sicht der

naturwissenschaftlich-technischen Entwicklung, die stets

positive menschliche Selbstverwirklichung, der Anthropozen-

trismus.
Nach 1945:

BRD: H.W.Franke.

Anfang der 60iger Jahre: Berücksichtigung des sozialen und

gesellschaftlichen Raumes, Anwendung experimenteller Dar-

stellungsformen: Aldiss, Ballard, Moorcock; Deutschland:

W.Jeschke, J.vom Scheidt.

„Hohe Literatur“: Samjatin, Huxley, Orwell; England: Olaf

Stapledon („Last and first Men“, 1930).

Ausnahmestellung: Pole: Stanislaw Lem („Sterntagebücher“,

„Solaris“, „Der Pilot Pirx“, „Der Unbesiegbare“, „Roboter-

märchen“)

Einzelne Autoren: -> reclam, Lit_Spez

Rezeption:

Jährliche Wachstumsrate in der SF-Literatur wird auf 14 bis

15 % geschätzt.
Gründe für diese Entwicklung:
* das Abenteuerlich-Spannende der SF-Literatur
* das Gigantomanische des Dargestellten
* die wissenschaftlich-technische Entwicklung der Gegenwart

mit Raumfahrt und Mondlandung

* das Interesse an phantastischen, außerhalb unserer realen

Welt liegenden Erlebnissen, die aber denkmöglich sind

* das Interesse für technische und wissenschaftliche Phanta-

sien

* das von der gesellschaftlichen und politischen sowie der

realen persönlichen Situation Ablenkende dieser Literatur

* der Fortschrittsglaube und Wissenschaftsoptimismus, den

diese Literatur ausstrahlt

* das anthropozentrische Denken und die Demonstration mensch-

licher Überlegenheit im Vergleich zu außerirdischen Lebewe-

sen

* das happy end der meisten SF-stories und der gewaltige Lö-

sungs- und Bewältigungsoptimismus, den diese Geschichten

dem Leser demonstrieren

Funktionen:

Durch ihre Realitätsferne erfüllt die SF-Literatur in beson-

derer Weise

* Ablenkungs-,

* Unterhaltungs-,

* Traum- und Imaginationsfunktion.

Der Leser fühlt sich vom „Diesseits seiner Probleme“ befreit,

in eine andere Welt versetzt. Insofern kann man die SF-

Literatur als „Fluchtliteratur“ bezeichnen.

Vermittlung des Naturwissenschaftlich-Technischen:

* Stolz und Begeisterung bezüglich menschlicher Leistungsfä-

higkeit (Überlegenheit des Menschen)

* Ängste und Gefühle des Ausgeliefertseins (Technik und Fort-

schritt als „Teufelswerk“).

Vermittlung von politischen Ideen und ihre Verwirklichung,

Staats-, Regierungs- und Gesellschaftsformen:

* Transportiert die SF-Literatur unreflektiert soziale, ge-

sellschaftliche und politische Vorstellungen und Realitäten

der Gegenwart in eine gänzlich andere Zukunft (durch Aben-

teuerlichkeit, Sensationsdarstellung, Erzeugung von Angst-

und Bedrohungsgefühlen verhindert sie eine sinnvolle, ra-

tionale Auseinandersetzung)

oder

* führt sie zur Bewußtwerdung und Bewältigung gegenwärtiger

und zukünftiger Probleme?

Literar. Analyse:

SF-Literatur stellt ein Geschehen dar, das unserer unmittelba-

ren gesellschaftlichen Realität enthoben ist.

Es spielt meistens in einer anderen Zeit (Zukunft), in einer

anderen Umgebung (Weltraum) und im Umgang mit außerirdischen

Lebewesen (Bewohnern anderer Planeten oder Sonnensysteme). ->

„Literatur der erkenntnisbezogenen Verfremdung“.

Die außerird., der Menschheit zeitliche entfernte Welt und

die Außerirdischen dienen

* als Spiegel für den Menschen

* als Erkenntnisinstrument seiner selbst.

Dadurch wird Lesen, Reflektieren und Erkennen ohne individu-

elle Emotionalität ermöglicht. Durch die Verfremdung ergeben

sich die Möglichkeiten der Kritik, der offenen Entwürfe und

Denkmodelle.

SF ist futurologische Vorausschau. Sie ist Prognostik im Sinne

des Antizipierens zum Zwecke

* des Ausprobierens gedanklicher Möglichkeiten

* aufklärender Information

* warnender Argumentation

* abenteuerlichen Spiels.

Bewertung:
Abgrenzung zur Trivialliteratur:

* Verhindert das Textbeispiel eine sinnvolle, rationale Aus-

einandersetzung (Sensationsdarstellung, Abenteuerlichkeit,

Erzeugung von Angst und Bedrohungsgefühlen

* Welche Funktionen, welche Bedürfnisse werden erfüllt?

* Vgl. Kriterien der Trivialliteratur.
Bibliographie:

Taschenbücher:

Suhrkamp: Phantastische Bibliothek

Goldmann: Fantasy, SF-Filme


Autoren -> Lt_SF (SF-Autoren)
Didakt.

SCIENCE FICTION/ Didakt.

Einstieg:

– Lesen: I.Asimov, …

– Fragen:

* Was kann/soll SF?

* Was ist bekannt an SF-Texten, -Filmen?

* Literatur? Kunst?

– Kürzestgeschichte schreiben: Episode, die eure Vorstellungen

von Zukunft kompakt enthalten (Arbeitssit., Schule, Haushalt,

…)

z.B.: Mit einem leiser werdenden Summen schaltetes sich der

Noxomat ab. Clara hatte genug mit den zwei Stunden

intensivschlaf und tappte rüber ins bad. Surrend öffnete

sich die Tür, die Wärme der Temperaturstäbe umschmeichelte

ihren noch müden Körper. Aus den Lautsprechern des

Infoscreens tönten sanfte Melodien, ganz ihrer

morgendlichen Stimmung angepaßt. …

Weiterführung:

– Darstellung: Mensch – Maschine

* gut/böse

* mächtig (Über/Unterordnung)

* intelligent

* Gefühlswelt

– Gesellschaftl. Organisation:

* Vereinfachung des Lebens/ Komplexität

* Polit. System:

– Diktaturen

– Triviallit.:

* vereinfachende, naive Darstellungen (Beziehungen

Mensch-Maschine)

* Auseinandersetzung mit

– Technik -> unwahrscheinliche Entwicklungen;

pseudowissenschaftl. Erklärungen

– Kybernetik

– Astronomie (s.Lem: reclam: S.91 -> Burns)

– Abenteuersucht, Spannung = dominant

– wird der Leser zum Reflektieren angeregt

– Zu Perry Rhodan:

* Inhaltlich:

– Verfügungsgewalt des Menschen über die Maschine

* PR: -> OLD MAN losgelöst von PR

* Steinmüller: Mensch = aktiv

– Erscheinungsformen von Robotern

– Staats-, Regierungssystem, …

* Sprachlich:

– Begriffe

* PR: eigene Begrifflichkeit

* Lem: z.T. -> alles wird aber auf unsere Begrifflichkiet

rückgeführt

– Spannung

* PR: linearer Spannungsaufbau

* Lem: s.S.51 und vorher

Fragen zum Text

1) Inhalt/Charaktere:

Material

(Spiegelungen 4/80-89)

reclam
Kopiervorlagen
Asimov: Geliebter Roboter (Teile, 1x)
Lem: Ananke (2x)
Lem: Pirx erzählt (Teile, 1x)
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Horrorvisionen/ Katastrophen, Anti-Atom-:
G. Pausewang: Die Kinder von Schewenborn …; Die Wolke




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Anna

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