Die Industrialisierung

Die Industrialisierung​ - ein Geschichte Referat

Dieses Referat hat Lutz geschrieben. Lutz ging in die 12. Klasse. Für dieses Geschichte Referat hat wurde die Note 1 vergeben.
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Reden und Vorträge halten.

Bei Vorträgen ist die Vorbereitung und Übung das Wichtigste. Notiere Dir nur Stichpunkte zu Deinem Referat, um nicht in Versuchung zu kommen abzulesen. Vergiss bei Deiner Vorstellung nicht zu erwähnen, wer Du bist – also Deine Vorstellung, und über wen bzw. über was Du Deine Rede hältst. Rede frei und beachte Deine Zuhörer, aber lasse Dich nicht ablenken. Schaue in Deine Klasse und beobachte die Reaktionen. Passe dann Deine Redegeschwindigkeit an. Ein gutes Referat sollte 5-7 Minuten dauern. Verpacke etwas Witz in Deinem Vortrag, um Dein Publikum nicht zu langweilen. Viel Erfolg wünscht Schulnote.de!

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Referat über die Vorgänge der Industrialisierung in Europa


Die Industrialisierung

Erklärung des Begriffes „Industrialisierung“ :

Industrialisierung bezeichnet den Prozess des Übergangs von Handarbeit zu Fabrikarbeit, die sich auf Maschinen stützte, sowie die Verbreitung dieser neuen Produktionsweise in allen Wirtschaftsbereichen. Der Begriff „Industrielle Revolution“ steht dabei besonders für die erste Phase der Industrialisierung.

Industrialisierung in Europa:

Die Industrialisierung startete in Großbritannien in der zweiten Hälfte des 18. Jhr. Im ersten Drittel des 19. Jhr. erfasste die Industrialisierung Belgien, die Niederlande, Frankreich und die Schweiz. In der Mitte des Jhr. Wurde auch Deutschland erreicht, sowie im letzten Drittel des Jhr. Schweden, Italien, Russland und das übrige Europa. Der Motor der Wirtschaft war nun die industrielle Herstellung von Produkten. Ein weiterer wichtiger Punkt zum Siegeszug der Industrialisierung war die Liberalisierung der Handelsbeschränkungen. Waren konnten nun ohne Beschränkungen durch die Länder Europas geschickt werden. Der freie Weltmarkt wird ab 1850 Realität. Lediglich Russland und Österreich-Ungarn grenzen sich ab. In der Mitte des Jhr. Beginnt ein neues Stadium der Industrialisierung. Die Stahlherstellung wird zur Schlüsselindustrie. Schlüsselindustrie deshalb, weil das Zeitalter der Eisenbahnen begann. Es war nun wichtig die Waren schnell und kostengünstig transportieren zu können. Die Zeit des steigenden Wirtschaftswachstums brach im Jahre 1873 ein, als die „Große Depression“ begann. Bis zum Ersten Weltkrieg erholte sich die Wirtschaft langsam wieder. In der letzten Phase des Jhr. schlagen Deutschland und die USA, Großbritannien, in der Rolle der stärksten Wirtschaftsmächte. Als Energiequelle wurde nun Erdöl und Elektrizität genutzt. Die Landwirtschaft verlor stark an Bedeutung. Die Bevölkerung Europas wuchs explosionsartig seit der Mitte des 18. Jhr. an. Die Anzahl der Städte erhöhte sich rapide, sowie die Bildung von Ballungsräumen. In Großbritannien war diese Tendenz am stärksten vorzufinden.

Bevölkerungsentwicklung in Europa:

Jahr Deutschland Großbritannien Frankreich Russland
in Mio. in Mio. in Mio. in Mio.
1800 24,5 10,9 26,9 –
1850 31,7 20,9 36,5 –
1900 50,6 36,9 40,7 112
1910 58,5 40,8 41,5 –





Industrialisierung in Deutschland:

Der Start der industriellen Herstellung von Produkten begann in Deutschland mit dem Eisenbahnbau. Der Eisenbahnbau war der Multiplikator der deutschen Wirtschaft. Die Schwerindustrie war geboren. Es wurden große Mengen von Stahle benötigt, um die immensen Mengen von Schienen und Eisenbahnteilen zu bauen. Der Kohleabbau stieg auch rapide. Die Industrie benötigte von nun an Unmengen von Kohle. Der hohe Bedarf an Eisenbahnen entstand dadurch, dass mit den Eisenbahnen die Waren äußerst kostengünstig und schnell verschickt werden konnten. Der Bau eines Eisenbahn Netzes begann in Deutschland aber eher sporadisch. Die erste Strecke wurde zwischen Nürnberg und Fürth gebaut. Zehn Jahre nach dem Bau der ersten Eisenbahn Strecke in Großbritannien. Dieser Strecke folgten viele weitere, wie zum Beispiel: 1836 Leipzig-Dresden, 1838 Berlin-Potsdam, 1838 Braunschweig-Wolfenbüttel, 1838 Düsseldorf-Erkrath, 1840 Magdeburg-Halle-Leipzig, 1840 Frankfurt-Wiesbaden, 1840 München-Augsburg und 1840 Mannheim-Heidelberg. Nach dem anfänglichen Bauen von einzelnen Strecken schloss sich das Streckennetz in den fünfziger Jahren zu einem Ganzen.
In Deutschland beteiligte sich der Staat nur langsam an der Eisenbahn. Noch im Jahre 1870 war das Streckennetz größtenteils in privatem Besitz. Die Eisenbahn ermöglichte die wachsende Wirtschaft, weil sie große Arbeitermassen in die neu angelegten Ballungszentren bringen konnte. Außerdem ermöglichte die Eisenbahn einen großräumigen Markt, den die industrielle Massenproduktion benötigte. Der Erfolg der Eisenbahn als kostengünstiges Transportmittel erfolgte aber erst, nachdem der Deutsche Zollverein gegründet war. Noch Ende des 18.Jhr. gab es in Mitteleuropa 1800 Zollschranken. Allein in dem Königreich Preußen gab es noch 67 lokale Zolltarife. Auch nach der Zeit Napoleons, der die „Flurbereinigung“ durchgeführt hatte, gab es noch immer 35 souveräne Staaten und vier freie Städte in dem Deutschen Bund. Diese Staaten und Städte hatten auch noch alle unterschiedliche Währungen und in sich geschlossenen Zollgebiete. Der erste Schritt zur Liberalisierung der Zölle war die Beseitigung der preußischen Binnenzölle im Jahr 1818. Darauf folgten Handelsverträge zwischen Preußen, den süddeutschen Staaten und den mitteldeutschen Staaten. Am 1. Januar 1834 schlossen sich der preußische- und der süddeutsche Zollverein zum Deutschen Zollverein zusammen. Bis 1854 traten alle deutschen Staaten hinzu. Nun war ein einheitlicher Wirtschaftsraum geschaffen, indem die Eisenbahn zum kostengünstigen Transportmittel wurde.

Tabelle der Eisenbahnstrecken:
Jahr Deutschland Großbritannien Europa insgesamt
in km in km in km

1840 549 1348 2925
1850 6044 10653 23504
1860 11633 16787 51862
1870 19575 24999 104914
1880 33838 28854 168983
1890 42869 32297 223869
1900 51391 35186 283525
1910 61209 37579 334041
1922 57652 39262 367963









Preußen –und wie sie den Krieg gegen Österreich gewannen:

Preußen hatte für das Ringen um Schleswig und Holstein einen Krieg gegen Österreich provoziert. Wenn man sich die Größenverhältnisse beider Länder ansieht denkt man sich eigentlich, dass Preußen keine Chance hatte. Österreich hatte eine ziemlich lange und ausgedehnte Grenze und außerdem hieß der Feind nicht nur Österreich sondern auch die mitteldeutschen Staaten. Jedoch hatte Preußen die Feinde vernichtend geschlagen. Kam der Sieg nur durch eine günstigere Kriegsführung Preußens oder gab es noch einen anderen Aspekt für den Sieg? Es gab ihn und zwar nutzte die preußische Kriegsführung gezielt die neuen Techniken der Industrialisierung. Preußen hatte gegenüber Österreich ein stark überlegenes Eisenbahnnetz. Dieses war zudem für den Krieg gegen Österreich sehr günstig gelegen. Dadurch konnten Truppen gezielt an die jeweiligen Kriegsschauplätze gebracht werden, ohne dass die Soldaten schon vor Beginn der Schlacht erschöpft waren von dem langen Marsch. Der nächste Vorteil Preußens lag darin, dass die Waffenindustrie des Landes sehr gute und fortschrittliche Waffen baute. Der Endsieg bei Königgrätz war zum größten Teil durch die äußerst fortschrittlichen Artilleriekanonen zu verdanken. Sie waren ihrer Zeit den gegnerischen Geschützen weit voraus. Die Kanonen hatten eine weitaus kürze Ladezeit und die Präzision erhöhte stark die Trefferquote der Schützen. Die Soldaten der preußischen Armee waren außerdem mit einem neuen Gewehr ausgestattet. Es basierte auf der Zündnadeltechnik. Nikolaus von Dreyse erfand diese Technik. Erstmals wurde ein Gewehr mit einer Einheitspatrone geladen. Diese Patrone enthielt schon das Zündmittel und das Geschoss. Das Gewehr war außerdem ein Hinterlader. Das heißt, die Patrone wurde von hinten geladen und der Soldat erreichte damit eine wesentlich kürze Nachladezeit als die Soldaten der Österreicher. Die Gewehre der Österreicher waren nämlich noch Vorderlader. Die preußischen Soldaten mussten anstatt der zeitaufwendigen Prozedur, erst Pulver stopfen und dann das Geschoss einstopfen, jetzt nur noch die Patrone einlegen und denn Verschluss spannen. Das Dreyse Gewehr wurde 1841 in der Armee Preußens eingeführt. Obwohl es einige Probleme mit der neuen Technik gab, war diese Technik revolutionär.
Ein letzter entscheidender Vorteil Preußens lag in der großen Nutzung von Telegraphen. So konnten Informationen von den Fronten schnell an die Heeresleitung gelangen und diese konnte somit schnell neue Befehle weitergegeben.
Dank der Industrialisierung konnte Preußen schnell die Macht in Europa erreichen. Die Nutzung der neuen Technik war der Schlüssel zum Erfolg Preußens.



Wirtschaftliche Kräfte Preußens und Österreichs 1865/66:

Preußen Österreich
Bevölkerung in Mio. 19,3 37,5
Zahl der ortsfesten Dampfmaschinen 15000 3400
Steinkohleförderung in Mio. t 12 5,7
Roheisenerzeugung in t 850000 460000


Quellenangabe:

Geschichte Politik und Gesellschaft 1, Cornelsen Verlag
Abitur Wissen Geschichte, Weltbild Kolleg Verlag

Authentizitätserklärung:

Wir, Christian O. und Tilo S., erklären hiermit, dass wir das vorliegende Protokoll nur mit den im Literaturverzeichnis angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt haben, sowie Zitate durch Quellenangabe kenntlich gemacht haben.

Der Autor hat leider keine Quellen genannt.

Direktor Schulnote.de

Lutz

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