Weltbilder

Weltbilder​ - ein Geschichte Referat

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Erste Weltbilder, Babylonisches Weltbild, Ptolemäisches/Geozentrisches Weltbild, Kopernikanisches/Heliozentrisches Weltbild, Das Moderne Weltbild

Weltbilder

Modelle, werden vom Menschen mittels wissenschaftlicher und philosophischer Erkenntnisse erschaffen, um die Vorgänge im Kosmos und ihre Ursachen zu verstehen und sie zu nutzen
– verstärkte Beschäftigung mit der Astronomie in den letzten 4000 Jahren
– ständige Weiterentwicklung der Weltsysteme durch wiss. Fortschritt

Erste Weltbilder

– entwickelten sich bei Ägyptern, Babyloniern, Chinesen und Mayas
– geprägt von Emotionen und Geistern
-ergaben sich aus Beobachtungsergebnissen alter Völker/Kulturen – fürs Leben notwendig

-z.B. Ägypter regelten ihre Landwirtschaft und religiöse Festtage nach den Sternen
– andere alte Kulurvölker erdachten religiös-magische Weltbilder (starke Bedeutung von Gottheiten)
– Erde als Scheibe im Zentrum der Welt
– Himmelskörper (Eigenschaften weitgehend ungeklärt) sind Götter / Sitz der Götter – Verehrung

Babylonisches Weltbild

– durch Babylonier erdacht
– Oberwelt schwimmt als flache Schüssel auf irdischem Ozean
– darüber dreifache Himmelsglocke, Sterne fest angeheftet, umherirrende Wandelsterne = Götteraugen (göttlich verehrt)
– unterhalb des Ozeans Unterwelt mit Palast des Totenreiches hinter sieben Mauern
– Irdischer Ozean vom Damm des Himmels begrenzt (darauf Berge des Sonnenauf- und untergangs)
– auch in anderen frühen Mythologien trugen Elefanten, Walfische oder Schildkröten die Erde

Ptolemäisches (Geozentrisches) Weltbild

– aus Beobachtungsdaten und auf der Basis naturwissenschaftlicher Erkenntnisse im 13. Jh entworfen (dem Geist der Zeit entsprechend)
– bis zum Mittelalter Beobachtungen mit bloßem Auge / einfache Meßgeräte
– Entwicklung von Produktion und Handel in Griechenland – Fortschritte der Astronomie
– System umfaßte Welt des Menschen und Gottes
– Inhalte des geoz. WB stimmten mit Lehre der Kirche überein (Erde als freischwebende Kugel im Weltzentrum, grundsätzlicher Unterschied zw. Erde und Himmelskörpern, Mensch = Krone der Schöpfung)
– Erde im Mittelpunkt, kugelförmiges Himmelsgewölbe dreht sich von O nach W täglich einmal um die Erde (Sonne, Mond und Planeten nehmen an Bewegung teil – außerdem Eigenbewegung) Reihenfolge: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn
– Sphärenkosmos in Welt Gottes eingebettet-außerhalb d. Fixsternsph. unendl. viel Platz für d. Welt Gottes
– also Zweiteilung des Weltbildes (gestirnter Himmel ist Symbol für das Andere (Gottheit) – Gegenpol zum Ich (Welt))
– im sublunarem Raum (innerhalb der Mondsphäre) vier Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer (schwerstes Element am tiefstmögl. Punkt) – dort herrscht Unvollkommenheit und Vergänglichkeit
– in supralunaren Planetensphären 5. Element der Äther (dort herrscht ewige Harmonie und Unveränderlichkeit)
– geoz. WB ist durch Namen Ptolemäus und Aristoteles geprägt
– Claudius Ptolemäus gab mathematische Vorschriften zur Berechnung der Bewegung der Himmelskörper, beseitigte Widerspruch der Planetenbewegungen zum System durch Epizykel
– geozentrisches Weltbild ermöglichte annähernd richtige Vorausberechnung der Planetenörter
– geoz. Weltbild war 1400 Jahre lang von Bedeutung
– griech. Philosoph Aristoteles stützte diese Annahmen durch physikal. Gesetze
– Vorarbeit für Ptolemäus und Aristoteles lieferten Thales (scheibenförmige Erde, darüber halbkugelförm. Sternsphäre), Pythagoras (kugelförmige Erde, darum Fixsternsphäre mit Sonne, Mond, Planeten), Philolaos (Zentralfeuer, darum alle Gestirne mit Planet Erde), Heraklit (verbessert Ansichten des Philolaos durch Annahme der Erdrotation und kommt damit dem heliozentr. WB schon sehr nahe), Eudoxos (homozehrische Sphären), Eratosthenes (best. Durchmesser der Erdkugel), Aristarch (best. Entfernungs- und Größenverhältnisse von Sonne und Mond) und Hipparch (geoz. Weltsystem, Epizykel)
– 15. Jh Seeschiffahrt und Handel, Fortschritte in Mathematik – genauere Berechnung der Panetenörter (wichtig für Schiffahrt) – Widersprüche

Kopernikanisches (Heliozentrisches) Weltbild

– Reformatoren: Kopernicus, Galilei, Kepler
– nicht länger Angelegenheit von Mythen und Dogmen, sondern Forschung
– polnischer Gelehrte Nicolaus Copernicus (1473-1543) dachte Ungenauigkeiten entstehen nicht durch falsche Berechnungen sondern durch falsches Weltbild
– Zitat: „Die einfachere Theorie ist die der Wahrheit näherkommende“
– entwarf Weltbild, welches räumlichen Aufbau des Sonnensystems (nach heutigem Wissen) richtig widerspiegelt
– Erde ist Planet unter Planeten – Widerspruch zur kirchlichen Auffassung, daß Erde der Mittelpunkt des Kosmos ist (keine Sonderstellung)
– Sonne im Mittelpunkt, Sterne ruhen in unermeßlich großer Entfernung, Erde kreist in einen Jahr einmal um die Sonne, dabei täglich von W nach O einmal um eigene Achse
– nach Cop. Meinung war Rotation der Erde um die Sonne einfacher zu denken als Drehung der gesamten Fixsternsphäre um den Erdglobus
– Bewegung der Erde um Sonne lieferte Planetenschleifen wesentlich unkomplizierter als Epizykelkonstruktion, aber keine bessere Darstellung der Planetenbewegung als im ptolemäischen System

– zu erwartende paralaktische Verschiebung der Sterne war nicht zu erkennen
– Kirche bekämpfte heliozentrisches Weltbild (theolog. schwer verkraftbar, da Erde die zentrale Stellung einbüßte), auch Theologe Martin Luther sah in diesem System Widersprüche zur Bibel
– ital. Mönch Giordano Bruno (Anhänger des Copernikus): Sonne nur eine unter vielen im Kosmos, Planeten um Sonne
– Vielheit von Welten (auch von vernunftbegabten Lebewesen bewohnt)
– Bruno wurde von Inquisition zum Tode auf Scheiterhaufen verurteilt
– Galileo Galilei (1564 – 1642): Fernrohr – Oberflächenformen des Mondes, Phasengestalten der Venus, vier helle Jupitermonde (Io, Europa, Ganymed, Callisto), Sonnenflecken, Milchstraße aus Sternen
– Kirche zwang ihn Lehre zu widerrufen, lebenslanger Hausarrest
– 337 Jahre nach Tod Galileis erklärte Papst Johannes Paul II (1979) Vorwürfe gegen Galilei für ungerechtfertigt
– Tycho Brahe stellt 1577 für einen hellen Kometen die Entfernung von ca. 230 Erdradien fest (supralunare Erscheinung – nach Aristoteles nicht möglich !, bis zu diesem Zeitpunkt galten Kometen als atmosphärische Erscheinungen, welche Unheil verkünden)
– Weiterentwicklung des helioz. Weltsystems durch dt. Gelehrten Johannes Kepler (1571 – 1630)
– arbeitete mit jahrelangen, genauen Aufzeichnungen der Planeten- und Sonnenbahnen des Tycho Brahe und entwickelte seine Planetengesetze
– 3 Keplersche Gesetze bringen Ordnung in die Astronomie – nun ist es Möglichkeit Bahnen von Himmelskörpern exakt zu bestimmen
– Bahnen der Himmelskörper sind Ellipsen, in deren einem Brennpunkt die Sonne steht
– errechnet für Kometen Halley eine Bahn, die die Sphären durchstößt
– veröffentlichte 1609 Schrift „Neue Astronomie“
-engl. Physiker Isaac Newton bestätigte 1687 die Richtigkeit von Keplers Gesetzen durch neue Gravitationsgesetze (aristotelische Physik wurde abgelöst)
– dadurch endgültige Ablösung des alten Weltbildes, Heliozentrismus konnte nachgewiesen werden, Siegeszug der neuen Konzeption
– wissenschaftliche Revolution
– großes Problem für die Theologie – kein Platz für ein Gottesreich

Das Moderne Weltbild

!!! Dieser Teil des Vortrags ist in diesem Dokument nicht aufgeführt !!!



















Bild- und Textquellen: Meyers Kleines Lexikon – VEB Bibliographisches Institut Leipzig
Zeitschrift Sterne und Weltraum 3/4 97
Zeitschrift Astronomie + Raumfahrt 6/96, 2/97, 4/97 – Verlag Friedrich
Das große illustrierte Wörterbuch der Deutschen Sprache – Verlag Das Beste
Astronomie 10 – Volk und Wissen Verlag GmbH Berlin
Einführung in die Astronomie – Bresser Optik
Das Kosmos Himmelsjahr 1995 – Verlag franckh-kosmos

Der Autor hat leider keine Quellen genannt.

Direktor Schulnote.de

Anna

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Geschichte
Schulfach

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