Faschismus und Nationalsozialismus

Faschismus und Nationalsozialismus​ - ein Geschichte Referat

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Entstehung des Nationalsozialismus, Ideologie, Werdegang und Aufstieg Hitlers

1 Faschismus und Nationalsozialismus
1.1 Der Faschismus
1.1.1 Entstehung

Die Bezeichnung Faschismus leitet sich von ital. fascio (Rutenbündel) ab. Dieses Symbol bedeutete in der Zeit des alten Roms die Herrschaft des Kaisers über Leben und Tod. Die Amtsdiener der höheren Beamten, die Liktoren, trugen in der Öffentlichkeit die fasces (Rutenbündel mit Beil) voran; sie waren beauftragt, im Namen des Magistrats Bestrafungen durchzuführen. Die italienischen Faschisten wählten dieses Symbol, um ihre Bereitschaft zur Ausübung von Gewalt bei ihrer politischen Arbeit zu untermauern. Gleichzeitig erinnert die Rückbesinnung auf alte römische Symbole an die imperiale Maschtausdehnung über den gesamten Mittelmeerbereich.



Faschistische Parteien gab es in nahezu allen Ländern Europas, die alle ein vergleichbares Erscheinungsbild aufweisen. Sie waren alle nach dem Führerprinzip gegliedert, verfügten über uniformierte und bewaffnete Abteilungen und wandten in Ideologie und Propaganda einen spezifisch demagogischen Stil an. Der Einsatz von Gewalt, Einschüchterung und Terror zur Erreichung politischer Ziele war eine offen zugegebene Methode ihrer politischen Vorgehensweise. Jeder Mensch wußte im Prinzip, worauf er sich einließ, wenn er Mitglied einer solchen Bewegung bzw. Kampfformation wurde.


1.1.2 Die faschistische Ideologie

Die faschistische Ideologie weist generell antisozialistische und antikapitalistische sowie antimodernistische Tendenzen auf, konnte aber je nach politischem Umstand kapitalistische und modernistische Tendenzen hervorkehren. Oft konnte es passieren, daß die streng nationalistische Ideologie über Bord geworfen wurde und aus den politischen Umständen eine Zusammenarbeit mit entgegengesetzten Ideologien gesucht wurde. Politisch verwendet wurde immer das, was zur Erreichung der Macht und zur diktatorischen Durchsetzung des politischen Willen nutzte.



Eine generelle Ablehnung parlamentarisch-demokratischer Kultur war aber allen diesen Bewegungen gemeinsam. Ebenso äußerten und praktizierten alle faschistischen Parteien einen kompromißlosen Vernichtungswillen gegenüber politischen Gegnern und oft willkürlich ausgewählten Minderheiten: Kommunisten, Sozialdemokraten, Vertreter liberaler und konservativer Parteien galten als Hauptgegner. Sie wurden einerseits umworben, Mitglieder der faschistischen Bewegung zu werden, andererseits wurden sie mit Terror eingeschüchtert und bekämpft.



Von den faschistischen Bewegungen mit den Ausnahmen in Italien und Deutschland ist es nur der österreichischen „Heimwehr“, der rumänischen „Eisernen Garde“, den portugiesischen Faschisten und der spansichen „Falange“ gelungen, ohne ausländische Hilfe in die Regierung zu gelangen. Erwähnenswert sind faschistische Parteien in England, Finnland, Belgien, Portugal und Holland, die temporär Einfluß hatten, in Frankreich zeichnete sich für die faschistische Bewegung gegen Ende der Zwischenkreigszeit eine Massenunterstützung ab.
1.1.3 Realpolitische Umsetzung

Obwohl Italien 1919 zu den Siegern des Ersten Weltkriegs zählte, herrschten in den ersten Nachkriegsjahren soziale Not, wirtschaftliche Desorientierung und politische Instabilität. Das war die Chance für Benito Mussolini, der vor dem Ersten Weltkrieg Volksschullehrer und sozialistischer Journalist gewesen war. Er gründete 1919 eine politische Bewegung unter der Parole „Revolution und Vaterland“. Er versprach Italien Ordnung und Größe, die nur durch den Faschismus zu erreichen seien. Die „Fasci di combattimento“, organisierte Kampfbünde, sollten zur Erlangung der Macht im Staat vielfach eingesetzt werden. Diese Kampfbünde schürten die Gewalt, die die öffentliche Ordnung untergrub. Aus diesem Grund erhoben sie die Forderung nach Ordnung und Recht, das die Faschisten als ein von ihnen gesetztes verstanden. Im Jahre 1921 erfolgte auf einem „faschistischen Nationalkongreß“ in Rom eine Umwandlung der „Fasci di combattimento“ in die Partei „PNF“ (Partio Nazionale Fascista). Durch den Marsch auf Rom 1922 mußte König Viktor Emanuell II Mussolini zum Ministerpräsidenten ernennen. Nach Ausschaltung aller Parteien stand er 1926 als Duce fest.
1.2 Der Nationalsozialismus
1.2.1 Entstehung der nationalistischen Bewegungen

Nach der Niederschlagung der Räterepublik infolge der Einigkeit des offiziellen Deutschlands sammelten sich millitante Fanatiker des extrem rechten Lagers um ehemalige Offiziere und Freikorpssoldaten. Eine dieser rechten Gruppierungen nannte sich „Deutsche Arbeiterpartei“ (DAP), die jedoch mit ihrem Programm keine Arbeiter erreichte. Ihre Forderung nach der „resoluten Aufklärung unter den Arbeitermassen über den Verrat ihrer deutschen Führer“ (gemeint waren kommunistische und sozialdemokratische Funktionäre) oder nach der „unermüdlichen Pflege des nationalen Gedankens“ fanden zunächst nur wenig Zustimmung unter dern Arbeitern. Anleihen für Ideen nahmen die Mitglieder dieser Partei bei der 1918 gegründeten Thule-Gesellschaft, deren Symbol das Hakenkreuz war und deren Mitglieder Adelige, hohe Beamte und Geschäftsleute waren.



1920 begann der Aufstieg Adolf Hitlers in dieser „Arbeiterpartei“. Am 24. Februar 1920 verkündete er ein 25-Punkte-Programm der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP). Es war dies eine verwirrende Mischung von scheinbar antikapitalistischen, antimarxistischen, nationalistischen und antisemitischen Phrasen, die mit sozialer Demagogie verbunden waren.
1.2.2 Die Ideologie der Nationalsozialisten

Hitler überformte Versatzstücke verschiedener Ideologien und entwickelte daraus eine Lehre, die zur Identifikation der Menschen auf der Basis gestärkten Selbtbewußtsein führen sollte.

Aus dem Germanenbild des 19. Jahrhunderts entnahmen die Nationalsozialisten Symbole und Helden und verwendeten sie für ihre „völkische Blud-und-Boden-Lehre“. Im Sinne dieser Lehre entwickelten die Anhänger einen Begriff von „Rasse“, der sie als Herren über den Boden verfügen ließ, den sie „schon immer in Besitz“ hatten. Diese bewußt unklar gehaltene Ideologie sollte suggerieren, daß es angestammte Rechte auf Boden gäbe, die zu verteidigen Auftrag der „rassisch reinen“ Volksgemeinschaft wäre. Daraus leiteten die Nationalsozialisten ab, Schwächere zu verdrängen und zu vernichten. Damit sollte eine ökonomisch am Rand der Existenz lebende Agrarbevölkerung angesprochen werden. In stark vereinfachter Weise wurden durch diese Ideologie ökonomische Zwangsmaßnahmen heroisiert.

Mit der „Blut-und-Boden-Ideologie“ wurden jedoch die tatsächlichen sozialen und wirtschaftlichen Mißstände auf dem Land ignoriert. Stattdessen verfestigten sich Klischee vom „bodenverwurzelten, gesunden Bauern“. Dieser wurde zum Vorbild „naturhafter Verwurzeltheit“ der Deutschen im Germanentum.

Verschiedene Rassentheorien verschmolzen die Nationalsozialisten zur Forderung ihrer Politik der „Rassenhygiene“. Unter Berufung auf Darwin forderten sie Kampf ums Dasein als die einzige Möglichkeit zu einer „Verbesserung“ der „zivilisierten Rassen“. Der Boden für einen solchen Rassismus war bereits vorbereitet. 1923 wurde in München eine Professur für Rassenhygiene vergeben, die nahtlos in die Professur für Eugenik (Erbgesundheits-lehre) überging. Fritz Lenz bekleidete diesen Lehrstuhl.

Mit der 1933 veröffentlichen Schrift „Die Rasse als Wertprinzip“ hatte Lenz wesentlich Einfluß auf die Verwirklichung der im Parteiprogramm geforderten Maßnahmen. In der Bevölkerung vorhandene antisemitische Tendenzen wurden aufgegriffen und zur grausamen Verfolgung der Juden gesteigert. Ein „Herrenvolk“ sollte über „nationale Minderheiten“ herrschen.

Die nationalsozialistischen Parteigänger und Mitläufer wurden auf den „Führer“ Adolf Hitler eingeschworen. Er übernahm Anregungen aus der Jugendbewegung, wo der „Kult der Gemeinschaftsromantik“ gepflegt wurde, pries die „soldatische Härte“ und das „Front-erlebnis“ der Kameradschaft. Die Bewegung übernahm faschistisches Gedankengut und steigerte den in der Sowjetunion vorgeprägten totalitären Staat zum Staat der Nationalsozialisten.
1.2.3 Adolf Hitler´s Werdegang

Hitler wurde am 20.4.1889 in Braunau geboren und starb am 30.4.1945 in Berlin durch Selbstmord. Hitler lebte bis 1912 in Wien als Gelegenheitsarbeiter und Zeichner, ging dann nach München. Er gefiel sich im öffentlichen Politisieren und verstand es, rhetorisch außerordentlich begabt, Zuhörer mit seiner faschistischen und antisemitischen Weltanschauung zu fesseln. Im 1. Weltkrieg war er Soldat im deutschen Heer. 1920 trat er der NSDAP bei und wurde bald unentbehrlich für Organisation und Aufbau der Partei. 1921 übernahm er die Parteileitung und sicherte sich weitgehende Vollmachten und baute einen Führermythos auf, der in breiten Schichten Hoffnung auf Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse weckte und trotz der Terrorakte seiner Partei zunehmend Anklang fand. Sein Versuch, mit Ludendorff die Reichsregierung zu stürzen, scheiterte (Hitler Putsch, 8./9.11.1923). Hitler wurde zu 5 Jahren Festungshaft verurteilt und die NSDAP wurde verboten. Aber schon im Dezember 1924 wurde er aus Landsberg entlassen. Dort hatte er „Mein Kampf“, sein Programmbuch, geschrieben. 1925 gründete er die NSDAP neu und schlug nun den legalen Weg der Macht ein. 1932 unterlag er bei der Reichspräsidentenwahl. Als Führer der stärksten Partei wurde er am 30.1.1933 von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Er schaltete die gegnerischen Parteien und bald seine Koalitionspartner aus. Widerstände innerhalb und außerhalb der eigenen Reihen wurden am 30.9.1934 blutig niedergeschlagen (Röhmputsch). Nach dem Tod Hindenburgs (2.8.1934) vereinigte Hitler in seiner Person die Ämter des Staatsoberhauptes und des Regierungschefs mit dem Oberbefehl der Wehrmacht und der Parteiführung. Der totalitäre „Führerstaat“ war damit errichtet, der Rechtsstaat beseitigt. Die Verschleierung der Ziele und zugkräftige Propagandaparolen („Friedenspolitik“) täuschten längere Zeit Gutgäubige im In- und Ausland, das zum Teil, wenn auch unter Mißbilligung der Methoden, die von Hitler herbeigeführten Entscheidungen hinnahm (Konferenz in Münschen 29.9.1938). Diese Erfolge waren aber für Hitler nur Etappen auf dem Wege zum 2. Weltkrieg. Mit der Strategie des Blitzkrieges konnte Hitler bis 1941 fast ganz Mitteleuropa erobern, was ihn in seiner Selbsteinschätzung als erfolgreichen Feldherrn bestärkte und taub werden ließ gegen die Ratschläge seiner Generäle, die 1941 vor dem Krieg gegen Rußland un die USA warnten. In den eroberten Gebieten setzte mit Hilfe von Himmlers SS eine brutale rassistische Vernichtungspolitik ein, die sich besonders gegen die Juden richtete, von denen fünf bis sechs Millionen den Tod fanden. Mit der Wende des Krieges und dem unaufhaltsamen Vormarsch der Alliierten, besonders nach dem mißglückten Attentat (1944) wurde Hitler allen Vernunftgründen, die für die Beendigung des verlorenen Krieges sprachen, immer unzugänglicher und wollte das deutsche Volk mit in den Untergang reißen. Ohne Hoffnung auf einen Ausweg aus der Katastrophe nahm er sich während des Kampfes um Berlin im dortigen Führerbunker das Leben.

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Anna

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