John Fitzgerald Kennedy

John Fitzgerald Kennedy​ - ein Geschichte Referat

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Wurzeln der Kennedy Dynastie, Lebenslauf, Militärzeit, 2 WK, sehr ausführliche Arbeit

John Fitzgerald Kennedy

Die Wurzeln der Kennedy Dynastie liegen in Irland. Im 19. Jahrhundert immegrierten John F´s. Urgroßerltern wegen des „Großen Hungers“ nach Amerika. Damals starben in Irland mehr als eine Million Menschen, da fast die gesamte Kartoffelernte durch einen Schädlich zerstört wurde.

Die Kennedys arbeiten hart und bauen sich langsam ein Imperium auf. So ist Joseph P. Kennedy, John F.´s Vater, mit 25 Jahren der jüngste Bankpräsident in der Geschichte der USA. Am 7. Oktober heiratet er Rose Fitzgerald, die Tochter des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Boston und Führerin der jungen katholischen Generation. Als sie aus den Flitterwochen heimkehrten, war Rose schon schwanger; neun Kinder sollten es werden, vier Jungen und fünf Mädchen. Der erste Sohn wurde nach seinem Vater Joseph jr. Genannt, der zweite nach seinem Großvater John Fitzgerald Kennedy, der am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachussetts geboren wurde.

Der Geist der Familie wurde vom Vater geprägt: „Wir wollen keine Verlierer unter uns haben. In dieser Familie wollen wir nur Gewinner!“. Joseph Kennedy war selten zu Hause; Bank- und Börsengeschäfte hielten ihn wochenlang in New Yorker Hotelsuiten fest, die Jahre 1927 bis 1929 verbrachte er zum großen Teil in Hollywood, wo er die Filmgesellschaft RKA aufzog und eine Romanze mit der Stummfilmdiva Gloria Swanson hatte.

Mit 13 Jahren kam John auf das katholisches Internat Canterbury, ein Jahr später auf das protestantische Elite-Internat Choate. John war von fühester Kinheit schwächlich, litt unter einem angeborenen schwachen Rücken, Allergien, Asthma und immer wiederkehrenden Anfällen einer mysteriösen Krankheit. Während der Präsidentschaft und auch nach seinem Tod wurden die Rückenprobleme als Ergebnis eines Unfalls beim Football heruntergespielt. Erst 1976 konnte nachgewiesen werden, daß John F. Kennedy unter der Addison-Krankheit litt.

Nach Choate sollte John, wie vor ihm Joseph jr., an der London School of Economics stuieren, mußte das Studium aber wegen Krankheit abbrechen, ebenso wie das Studium an der Univerität Princeton, wo er sich gegen die Familientradition und den Willen des Vaters angemeldet hatte. Schließlich schrieb sich John doch 1936 in Havard ein, wo er im ersten Semester Englisch, Französisch, Geschichte und Volkswirtschaft belegte und in allen Fächern mit „C“ benotet wurde.

Mit 21 Jahren erhielt John F., wie alle seine Geschwister, einen Treuhandfonds von einer Million Dollar von seinem Vater, welcher zu einem der reichsten Männer von Amerika wurde. Im Dezember 1937 war Joseph P. Kennedy von Präsident Roosevelt zum Botschafter in Großbritannien ernannt worden. John ließ sich 1939 von Havard beurlauben und folgte seinem Vater nach England.

Jospeh P. Kennedys Leben verkörperte den amerikanischen Traum – Bankier, Makler, Finanzberater. Außerdem hatter er Anteile an großen Betrieben, wie Coca-Cola, Hertz-Mietwagen. Er soll während der Zeit der Prohibition ein Vermögen mit der illegalen Einfurh von Alkohol verdient haben. Sein Insider-Wissen als Anlageberater benutzte Kennedy, um Riesengewinne an der New Yorker Börse zu machen – und vor dem „Schwarzen Freitag“ 1929 auszusteigen.

Präsident Roosevelt ernannte den prominenten Börsenspekulanten zum Chef der „Securities and Exchange Commission“ (SEC), die Richtlinien für eine effektive Kontrolle der Börse und zur Verhinderung solcher Praktiken ausarbeiten sollte, die zum Krach von 1929 geführt hatten.

Im Sommer 1939 unternahm Jack eine Reise durch Frankreich, Deutschland, Polen, die baltischen Staaten, Rußland, die Türkei und Palästina. Er war in London, als Deutschland Polen überfiel, darum fuhr er nach Havard zurück und verwertete seine Erfahrungen in einer Abschlußarbeit: Appeasement in München. Er schloß „cum laude“ ab.Krock, ein jüdischer Kolumnist der New York Times half Jack, aus der Abschlußarbeit ein Buch zu machen. „Why England Slept“ erschien im Juli 1940, nach dem Fall Frankreichs, und wurde ein Bestseller (40.000 Exemplare wurden verkauft). Zum erstenmal war Jack Kennedy aus dem Schatten seines Vaters und seines älteren Bruders herausgetreten.

Am 5. November 1940 wurde Roosevelt als erster und letzter Präsident für eine dritte Amtszeit gewählt; am Tag nach der Wahl reichte Botschafter Kennedy seinen Rücktritt ein und gab ein Interview, mit dem er endgültig politischen Selbstmord beging. Das Ende seiner eigenen politschen Karriere bedeutete für Joseph Kennedy, sich nunmehr ganz auf die Karrieren seiner Söhne zu konzentrieren. Er wollte um jeden Preis den Krieg von seinen Nachkommen fernhalten. Die Appeasement-Politik galt zunehmend als schlichte Feigheit vor dem Feind. Sowohl Joe jr. als auch Jack meldeten sich noch vor dem japanischen Angriff auf Pearl Habor, der die USA endgültig in den Krieg hineinriß. Joe wurde Marineflieger, Jack war untauglich. Doch gelang es dem Botschafter durch seine Beziehungen, dem Sohn einen Posten beim Nachrichtendienst der Marine in Washington zu besorgen, wo er ungefährdet und gelangweilt den Krieg hätte aussitzen können. Es kam jedoch anders. Jack wurde aufgrund einer Affäre mit einer dänischen Spionin zunächst als Zivilverteidigungsberater nach South Carolina, dann zur Ausbildung für den aktiven Dienst als Kommandeur eines Torpedo-Bootes versetzt. Am 25. April 1943 übernahm Lieutenant John F. Kennedy auf Tulagi das Kommando über „PT 109“. Meistens führte die Besatzung Routine-Arbeiten durch. Jedoch in der Nacht vom 1. auf den 2. August 1943 bekam Kennedys Einheit den Auftrag, vier japanische Zerstörer abzufangen. Fünfzehn PTs wurden bei dieser Aktion eingesetzt. Im Verlauf dieser Aktion, bei der kein einziges japanisches Schiff beschädigt wurde, wurde PT 109 von dem japanischen Zerstörer „Amagiri“ gerammt und in zwei Teile geschnitten. Zwei Männer der Besatzung wurden getötet, die anderen elf retteten sich nach und nach auf ein Wrackteil. Kennedy selbst schleppte eine Maschinisten zum Wrack und half einem weiteren Kammeraden. Bei Anbruch der Helligkeit beschloß Kennedy, daß sie das Wrack verlassen und zu einer nahegelegenen Insel schwimmen sollten. Kennedy schleppte wieder den Maschinisten, in dem er ein Band seiner Rettungsjacke zwischen die Zähne klemmte. Lieutnant Arthur Ebans entdeckte die Besatzung der PT 109 und rettete sie. An Bord des Schiffes waren zwei Kriegsberichterstatter, die natürlich Kennedys Geschichte sofort in dei New York Times setzten (Auflage: 400.000). Jack wurde bei seiner Rückkehr als Held gefeiert.

Auf der Feier zum 55. Geburtstag seines Vaters brachte ein Gast einen Toast auf „Botschafter Joe Kennedy, Vater unseres Helden, uneres eigenen Helden, Lieutnant John F. Kennedy von der U.S. Marine“ aus. In der darauffolgenden Nacht höhrte ein Gast, der mit Joe das Zimmer teilte, wie der älteste Kennedy Sohn im Bett weinte. Am Tag darauf flog Joe nach Englang. Er sah seine Familie nie wieder.

Wegen Joes Tod, war es für Jospeh Kennedy klar, daß nun Jack seine Wünsche erfüllen mußte. So sorgte der Vater dafür, aß sein Freund Hearst den Kriegshelden als Sonderkorrespondent zur Gründungsversammlung der Vereinten Nationen nach San Francisco schickte.

Von San Francisco schickte Hearst Kennedy nach London, um über die Wahl zum britischen Unterhaus zu berichten. Als einer der wenigen Beobachter ahnte Kennedy: Churchill kann die Wahl verlieren.

Von London aus flog Kennedy nach Potsdam, wo die Siegermächte die Nachkriegsordnung Europas aushandelten, kehrte aber bald krank nach Hause zurück. Für Journalismus war ohnehin keine Zeit mehr, da im 11. Bostener Wahlbezirk die Neuwahl des Abgeordneten für das Repräsentantenhaus in Washington an stand. Von seinem Vater wurde ein große Wahlkampagne gestartet. Alle Register eines Wahlkampfes wurden gezogen. Schließlich gewann Jack die Wahl mit einem Erdrutschsieg.

1947 zog der 29 jährige Kongreßabgeordnete nach Washington., wo er seine Arbeit nach besten Gewisen erfüllte. Er erhielt einen Sitz im Ausschuß für Erziehung und Arbeit. Hier konnte sich der Millionär öffentlchkeitswirksam für Preis- und Mietskontrollen, einen gesetzlichen Mindestlohn, ein staatliches Gesundheitssystem und ein Programm des sozialen Wohnungsbaus für Kriegsheimkehrer einsetzen.

Kennedy fühlte sich am wohlsten in der Gesellschaft von Südstaaten-Demokraten wie Lyndon B. Johnon oder John Rankin – oder Republikanern wie Richard Nixon und Joseph McCarthy. McCarthy wurde ein enger Freund der Familie Kennedy, obwohl McCarthys Alkholismus Jack abstieß. Außerdem teilten beide Lust an der Jagd auf hübsche Frauen und waren sich der Kraft der antikommunistischen Stimmung, die sich seit 1946 im Volk breitmachte, bewußt. So veröffentlichte McCarthy 1950 in einer Rede eine Liste, in der er „Dutzende“ von Verrätern im Außenministerium bekannt gab. Dem Senat wurden McCarthys Handlungen zu explosiv und so wurde er 1954 vom Senat verurteilt. Der einzige Demokrat, der nicht nur dieser Abstimmung fernblieb, sondern auch keinen Gebrauch von seinem Recht machte, war John F. Kennedy.

1947 kam es bei einer Reise nach Europa zum Ausbruch der Addison-Krankheit. Die Ärzte in London gaben dem Dreißigjährigen noch ein Jahr zu leben, doch Jack bekam regelmäßig Cortico-Steroide, die in Kapseln implantiert wurden. So war es ihm möglich, innerhalb bestimmter Grenzen ein normales Leben zu führen.

Das nächste Ziel John Kennedys war der Senat. Im wesentlichen war der Wahlkampf um die Herzen der viereinhalb Einwohner von Massachusetts eine Wiederholung des Wahlkampfs von 1946 – nur eben im größerem Maßstab, was für Kennedy einen noch härteren Einsatz bedeutete. Kennedy siegte mit einer Mehrheit von 70.000 Stimmen vor Lodge. Jetzt galt es, sich als Senator für Massachusetts zu bewähren. Zu Kennedys Gesetzesinitiativen in den Jahren 1953 bis 1955 gehörten das Kennedy-Gesetz zur Fischereiforschung und -marktentwicklung; das Kennedy-Fischstäbchen-Zollgesetz; sowie Gesetze zugunsten der Textilindustrie New Englands (Anhebung des Mindestlohns, Senkung der Zölle auf Einfuhren von Rohwollen), der Schiffbauindustrie (Vergabe von Regierungsaufträgen), der Uhrenindustrie (Schutzzölle) und des Bostoner Hafens (Bundeshilfe für die Modernisierung).

Jack war weit gekommen, doch wurde er von seinem Vater zur Heirat gedrängt. Kennedy jedoch war nicht in der Lage, eine längere Beziehung zu führen. Ihm interessierte immer nur die Jagd auf Frauen. Doch 1951 traf er Jacqueline Lee Bouvier bei einem Abendessen. Jacqueline war wie Kennedy ein Ideenmensch; wie e war sie schlagfertig und an Wörtern und ihrer Wirkung interessiert; wie er war sie emotional eher unterkühlt, sah die Welt ironisch und distanziert; wie er war sie fas zwanghaft bemüht, ihr Erscheinungsbild – ihr „Image“ – zu kontrollieren. Am 12. September 1953 wurden Jack und Jackie auf einem Anwesen eines Freundes getraut.

1956 erschien Kennedys Buch Profiles in Courage, und es fehlt nicht an Unkenrufen, Kennedy hätte weniger Profil und mehr Courage zeigen sollen. Jedoch wurde er mit dem Buch einer der zwei Dutzend erfolgreichsten Autoren der amerikanischen Geschichte – vier Millionen Exemplare der Taschenbuchausgabe wurden allein in den USA verkauft. Kennedy war damit eine der bekanntesten Gestalten in der Demokratischen Partei geworden, und seine Anhänger begannen Adlai Stevenson zu bedrängen, ihn auf dem Demokratischen Parteitag 1956 als Kandiaten für die Vizepräsidentschaft zu nominieren. Stevenson konnte sich dennoch nicht zur Nominierung Kennedys durchringen und überließ die Wahl den Parteitags-delegierten.

Kennedy ließ sich jedoch nicht entmutigen und so wurde er bei den Senatswahlen wieder gewählt. Niemand zweifelte an die Wiederwahl Kennedys, doch seine Mehrheit von 874608 Stimmen (73,6%) war eine Sensation – die größte, die je ein Bewerber um ein politisches Amt in Massachusetts erreicht hat.

Am 2. Januar 1960 erklärte Kennedy seine Kandiatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Ein unglaublicher Wahlkampf begann. Politische Streitgespräche im Fernsehen zwischen Kennedy und Nixon waren an der Tagesordnung, welche Kennedy immer klar gewann. Wichtiger jedoch waren die Vorwahlergebnisse, die Kennedy für sich entschied. In Los Angeles wurde er von 2000 kreischenden Mädchen empfangen, wo der Parteitag der Demokraten stattfinden sollte. Er wurde mit 806 Stimmen im ersten Wahlgang für die Präsidentschaft nominiert.

Am 8. November wurde Kennedy knapp zum Präsidenten gewählt. Ohne Johnsons Sieg in Texas und eine knappe Mehrheit in Illinois, wäre Richard Nixon 1960 Präsident geworden. Bei einer Rekordwahlbeteiligung erhielt Kennedy 34.227.096 Stimmen, das heißt weniger als 50 Prozent und um 0,1 Prozent mehr als Nixon.

Am 20. Januar 1961 leistete John Fitzgerald Kennedy auf den Stufen des Kapitols in Washington dem Amtseid als 35. Präsident der Vereinigten Staaten. Er war mit 43 Jahren nicht der jüngste, jedoch der jüngste gewählte Präsident der USA.

Alle, die ihn kannten, bestätigten, daß Kennedy in Krisen auflebte – wach, entschlossen, ja zuweilen euporisch wirkte. Krisen waren John F. Kennedys Lebenselement; und es traf sich, daß sich seine Amtszeit wie die keines seiner Vorgänger und Nachfolger als eine fast ununterbrochene Folge existentieller Krisen darstellte. Doch manchmal hatte es den Anschein, als seien diese Krisen Ausdruck einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung – und dies nirgends deutlicher als in der ersten Krise seiner Amtszeit, in Kuba.

1959 stürzten Fidel Castros bärtige Guerrilleros Kubas Diktator Fulgencio Batista, der 1934 mit Unterstützung Roosevelts die Macht auf der Insel übernommen und sie zu einem Paradies für amerikanische Investoren, Touristen und Mafiosi gemacht hatte. Castros Bodenreform und Enteignungen, seine zunehmende Orientierung an der Sowjetunion brachten ihn bald in Konflikt mit der Eisenhower-Regierung, die am 13. Januar 1961 die diplomatischen Beziehungen zu Havanna abbrach.

Auch im amerikanischen Volk machte sich eine Anti-Castro-Hysterie breit und so wurden tausend Exilkubaner von der Regierung mit Waffen, Schiffen und CIA-Ausbildnern versorgt und in Lagern in Honduras und Nicaragua ausgebildet. Als Landungsort wurde die Bahia de Cochinos (Schweinbucht) ausgewählt. Am 14. April schifften sich die 1500 Mann der „Brigarde 2506“ in Puerto Caberas (Nicaragua) ein.

Militärisch und poltisch wurde das kubanische Abenteuer zu einem Fiasko. Am 15. April griffen exilkubanische Piloten in getarnten amerikanischen Maschinen Castros Luftwaffe an. Sie zerstörten jedoch nur fünf von 29 Flugzeugen und alarmierten die Kubaner. Als die Invasionstruppe Kuba erreichte, hatte Castro bereits seine Truppen zusammengezogen. Das Schiff, auf dem die gesamte Munition sowie ihre Funkausrüstung transportiert hatte, wurde gleich versenkt. Drei Tage lang kämpften sie tapfer und ohne Hoffnung am Strand der Schweinebucht gegen eine gewaltige Übermacht. Da die kubanische Luftwaffe weitgehend intakt geblieben war, wäre selbst ein Rückzug – geschweige denn ein Sieg – nur möglich gewesen, wenn Kennedy den Einsatz amerikanischer Maschinen befohlen hätte, wozu ihn auch CIA und die Militärs drängten. Das allerdings lehte er ab.

Die Niederlage war bitter – um so bitterer, da die Aktion geradezu symbolhaft für eines der programmatischen Ziele der Regierunge gewesen war. Mit einem Schlag schien Kennedy sein Prestige in der Welt verloren zu haben. Jedoch stieg seine Beliebtheit im amerikanischen Volk auf 83 Prozent.

Unter dem gemeinsamen Vorsitz General Maxwell Taylors wurde die „Sepcial Group for Counterinsurgency“ (Sondergruppe zur Aufstandsbekämpfung) gebildet, die ihrerseits die Operation Manguste initiierte.

Das Ziel dieser Operation war es, Kuba zu helfen, das kommunistische Regime zu stürzen. Die Arbeitsgruppe W, die mit der Ausführung dieser Pläne befaßt war, hatte einen Jahresetat von 50 Millionen Dollar, beschäftige etwa 400 Staatsbürger der USA und 2000 kubanische Agenten, besaß Tarnorganisationen und -firmen. Die Arbeitsgruppe W führte einen regelrechten geheimen Krieg gegen Kuba, zu dem das Anzünden von Zuckerrohrfeldern und Sabotage gegen Brücken und Produktionseinrichtungen gehörte. Zu ihren abenteuerlichen Plänen zählten Versuche, Castro mit einer vergifteten Zigarre zu töten, ihm ein Enthaarungsmittel einzuflößen oder per Flugblatt Kopfgelder für Kommunisten anzubieten.

Ein Resultat des Fiaskos in der Schweinebucht war eine gesteigerte Skepsis Kennedys gegenüber den Ratschlägen der Militärs, die den Präsidenten im Frühjahr 1961 zu einem Einsatz amerikanischer Truppen in Laos drängten. Dort hatte der CIA 1959 eine prowestliche Regierung an die Macht gebracht und damit den neutralistischen ehemaligen Staatschaf Suvanna Phuma in die Arme der kommunistischen Pathet-Lao-Guerillas getrieben, die nun die Regierung in Vientiane zu überrechen drohten. Die Situation war verfahren. Kennedy beschloß, Verhandlungen mit der Sowjetunion über eine Neutralisierung des Landes aufzunehmen. Zwar bedeutete diese Lösung de facto die Teilung des Landes, zwar führten Nordvietnam und der CIA dort ihren Stellvertreterkrieg weiter – aber sie verhinderte, daß Laos zum großen Schlachtfeld des zweiten Indochina-Krieges wurde.

In Vietnam wurde gekämpft. Bei Kennedys Amtsantritt waren 685 amerikanische Militärs (als Berater) in Südvietnam. Als er starb, waren es über 16.000. 1961 wurden vierzehn Amerikaner getötet oder verwundet, 1963 waren es 489. Präsident Kennedy war es, der amerikanische Artillerie, Kampfbomber und Hubschrauber nach Vietnam beorderte; die von ihm ins Leben gerufene Special Group ließ Napalm und Entlaubungsmittel einsetzen. Kennedy selbst regte die Bildung einer Elite-Einheit zum Einsatz gegen die Vietcong-Guerillas an und kümmerte sich persönlich um alle Einzelheiten ihrer Ausrüstung – bis hin zu ihrer Uniform. In Anlehnung an die von Kennedy bewunderten britischen Commandos, die in Malaya erfolgreich einen kommunistischen Guerilla-Krieg erstickt hatten, trugen sie grüne Mützen und wurden also Green Berets genannt. Der CIA wurde – einen Monat nach der Schweinebucht – ermächtigt, in Nordvietnam ein Netz von Widerstandsnestern zu knüpfen.

So geriet Kennedy und damit die USA immer weiter in diesen Konflikt rein.

Am 13. August 1961 errichteten Einheiten der Volksarmee und der Betriebskampfgruppen der DDR eine Mauer entlang der bis dahin offenen Grenze zum sowjetischen Sektor Berlins. Kennedy konnte jedoch nur poltisch protestieren und mit Westberlin Solidarität zeigen („Ich bin ein Berliner“-Rede), da ein militärisches Eingreifen wahrscheinlich den dritten Weltkrieg ausgelöst hätte. Westdeutsche Politiker hingegen schrieben Briefe an Kennedy, in denen sie Kennedy aufforderten, etwas zu unternehmen. Dem amerikansichen Präsidenten waren jedoch die Hände gebunden.

Im Sommer 1963 unterzeichneten Chruschtschow und Kennedy einen Atomteststoppvertrag, den ersten konkreten Schritt zur Überwindung des Kalten Krieges. Dreizehn Tage im Oktober 1962 stand jedoch die Welt am Rand eines nuklearen Zwischenfalls.

Am 16. Oktober 1962 wurde Kennedy mit Fotos konfrontiert, die von einem U2-Spionageflugzeug über Kuba gemacht worden waren und eindeutig zeigten, daß die Sowjetunion auf der Insel Mittelstreckenraketn installierte. So wurde ein Krisenstab unter dem Vorsitz von Robert Kennedy einberufen, der Jack Optionen zur Entscheidung vorlegte. Diese waren: ein Luftangriff auf die Raketenstellungen, eine Invasion Kubas oder eine Seeblockade – eventuell alle drei. Alle Optionen bargen die Gefahr einer massiven sowjetischen Vergeltung. Darum wurden in de ganzen Welt amerikanische Truppen und strategische Bomber in Alarmbereitschaft versetzt, die strategischen Raketen entsichert und startklar gemacht, U-Boote mit Polaris-Raketen in Richtung Sowjetunion in Marsch gesetzt. Besonders die Militärs favorisierten einen „chirurgischen“ Luftangriff. Kennedy aber entschiede sich für die Blockade: 180 Schiffe wurden in die Karibik geschickt, umd sowjetische Schiffe zu durchsuchen und solche mit Raketen an Bord zurückzuschicken. Gleichzeitig wurde die 1. Panzerdivision an die Ostküste beordert, um ihre Einschiffung nach Kuba vorzubereiten.

Am Mittwoch, dem 24. Oktober, näherten sich die ersten sowjetischen Schiffe dem amerikanischen Blockadering, drehten jedoch ab. Chruschtschow zog die stationierten Raketen auf Kuba wieder ab und Kennedy konnte sich als Held feiern lassen. Doch einfach so wäre das nicht möglich gewesen. In Geheimverhandlungen mit Chruschtschow sicherte er ihm zu, amerikanische Mittelstreckenraketen in der Türkei und Deutschland zu demontieren.

Während seiner Amtszeit erläßt Kennedy mehrere Reformen. Er setzt sich sehr gegen die Rassendiskriminierung und für den kleinen Mann im amerikanische Volk ein. So wird Kennedy zum beliebtesten Präsidenten unter dem Volk.

Kennedy wollte 1964 wieder für die Präsidentschaft kanditieren und so führte er mehrere Reisen im Land durch. In Dallas sank seine Beliebtheit. Folglich wurde ein Besuch des Präsidenten angesetzt. Es sollte seine letzte Reise sein.

Am 22. November 1963, um 12 Uhr 30 Orszeit, fielen binnen sechs Sekunden drei Schüsse. Der Wagen raste zum Parkland Memorial Hospital, doch dort angekommen, war der Präsident bereits klinisch tot. Um 13 Uhr wurde John Fitzgerald Kennedy für tot erklärt.

Heute gibt es für die Ermordung Kennedys mehrere Theorien. Damals wurde die Theorie des Einzeltäters, Lee Harvey Oswalds, von der Regierung propagiert. Am 24. November wurde Oswald in der Garage des Polizeihauptquartiers von Jack Ruby erschossen. Eine Kommision unter Chief Justice Earl Warren wurde einberufen, um den Mord aufzuklären. Der 850 Seiten starke Warren-Report kam zu dem Schluß, daß Oswald allein den Präsidenten erschossen hatte.

Mehrere Indizien sprechen jedoch dafür, daß es sich um eine Verschwörung gehandelt haben muß, an der mehrere Personen beteiligt waren.

· mehrer Personen beobachteten damals, daß nicht nur Schüsse vom Schulbuchlager gekommen waren, sondern auch hinter einem Zaun eines Frachtenbahnhofs;

· es sollen mehrere Schüsse abgegeben worden sein (10 oder mehr);

· die Position im Schulbuchlager war für einen Einzeltäter schlecht gewählt, da ein Baum die Aussicht auf die Straße versperrte;

· wie hätte Oswald drei gezielte Schüsse in nur sechs Sekunden abgeben sollen und das mit einem schlechten Repetiergewehr und einem kaputten Zielfernrohr, wenn das nicht einmal die besten FBI-Schützen schafften;

· Abrahm Supruder filmte das Kennedy-Attentat zufällig mit. Auf diesem Film sieht man die genauen Handlungen des Präsidenten:

Þ ein lautes Knallen, Personen am Straßenrand und der Präsident schrecken auf

Þ der zweite Schuß trifft Kennedy am Hals

Þ der dritte Schuß reißt dem Präsident die halbe Schädeldecke weg und sein Kopf schnalzt nach hinten und nicht nach vorne, wie es eigentlich bei einem Schuß von hinten der Fall hätte sein sollen.

· ein weiterer Schuß, wahrscheinlich ein Querschläger trifft einen Passanten am Kopf

Das ergibt vier Schüsse, trotzdem wurden im Schulbuchlager damals nur drei Patronenhülsen gefunden. Somit muß eine einzige Kugel alle Verletzungen zugerichtet haben, nicht nur an Kennedy, sondern auch an Connally, dem Gouverneur von Texas, der vor Kennedy saß. Dies ist allerdings unmöglich, da hier die Kugel mehrmals ihre Richtung ändern hätte müßen. Somit kommt man zu dem Schluß, daß mehrere Schüsse abgegeben worden sind und somit auch das mehrere Personen beteiligt waren.

Wie auch immer, stellt sich immer noch die Frage, wer sind die Drahtzieher. Einige behaupten Castro stecke dahinter, die Mafia hätte das Attentat durchgeführt oder in der amerikanischen Regierung sitzen die Hintermänner, da Kennedy nicht mehr das machte, was sie wollten.

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Anna

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