Das Glück in der Dritten Welt

Das Glück in der Dritten Welt​ - ein Sonstige Referat

Dieses Referat hat Emma geschrieben. Emma ging in die 12. Klasse. Für dieses Sonstige Referat hat wurde die Note 1 vergeben.
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Reden und Vorträge halten.

Bei Vorträgen ist die Vorbereitung und Übung das Wichtigste. Notiere Dir nur Stichpunkte zu Deinem Referat, um nicht in Versuchung zu kommen abzulesen. Vergiss bei Deiner Vorstellung nicht zu erwähnen, wer Du bist – also Deine Vorstellung, und über wen bzw. über was Du Deine Rede hältst. Rede frei und beachte Deine Zuhörer, aber lasse Dich nicht ablenken. Schaue in Deine Klasse und beobachte die Reaktionen. Passe dann Deine Redegeschwindigkeit an. Ein gutes Referat sollte 5-7 Minuten dauern. Verpacke etwas Witz in Deinem Vortrag, um Dein Publikum nicht zu langweilen. Viel Erfolg wünscht Schulnote.de!

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Naturvölker Armut – Reichtum in der dritten Welt

Das Glück in der Dritten Welt

Zum Begriff Glück

Was genau ist eigentlich Glück? Auf diese Grundfrage einzugehen scheint unerlässlich angesichts der komplexen Thematik. Einige Philosophen versuchten bereits den Glücksbegriff zu definieren. So beschrieb Aristoteles das Glück als „letzte Handlungsziel des Menschen“, also die eigentliche Motivation, die hinter allen Dingen steht. Diese These wird als Eudämonismus. Dies kommt von griechisch eu: gut; und daimonios: Geist, bei Sokrates ist dies die innere Stimme, die ihn wie ein Gewissen berät. Eudaimonia bedeutet im klassisch-attischen Griechisch: Glückseligkeit. Diese Lehre war in der Antike weit verbreitet, und Aristoteles meinte, die Glückseligkeit sei das einzige Gut wonach alle Menschen uneingeschränkt streben.
Für den zuerst von Epikur vertretenden Hedonismus ist die Lust selber der Inhalt des Glücks. Es geht darum, die Lust auf alle Lebensbereiche auszudehnen und Arbeit sich zu Spiel wandeln soll.


Arm und Glücklich? Ursachenforschung

Wie aber nun wird ein Mensch glücklich? Wie empfindet er Glück? Kann ein Mensch glücklich und zugleich bettelarm sein? Ist Reichtum ein Grund für Glück?
Eine recht interessante Studie dazu führte der britische Ökonom Andrew Oswald durch. Er untersuchte anhand von freiwilligen Testpersonen mit Hilfe einer Skala, die diese Testpersonen täglich ausfüllen mussten, wie glücklich sie waren. Es wurden um die 1000 Personen über einen Zeitraum von 5 Jahren getestet. Im Laufe der Zeit gewannen manche im Lotto, andere heirateten, manche verloren ein Vermögen an der Börse, Verwandte und Freunde starben, Kinder wurden geboren.
Er kam zu überraschenden Ergebnissen: lediglich eine intakte Beziehung macht dauerhaft glücklich. Die Geburt eines Kindes zum Beispiel verursacht nur für circa zwei Monate Glücksgefühle. Ein Lottogewinn hatte einen enormen Ausschlag in der Glücksskala zur Folge. Jedoch nur für wenige Tage.


Der Verlust eines geliebten Menschen hingegen hatte fatale Ausfolgen auf die Glückskurve. Oswald rechnete alle Glücksempfindungen in Geldwerte um. Dadurch versuchte er, verschiedene Glücksmomente miteinander zu vergleichen.

So ist der Tod eines Verwandten mit einem Defizit von 90.000 Euro beziffert, eine glückliche Beziehung bring einem dafür rund 130.000 Euro! Bekommt die Geliebte ein Kind, wären das in Geld ausgedrückt lediglich 15.000 Euro. Noch fataler fallen die oft als so „wertvoll“ angesehen Momente aus: eine Beförderung wiegt 4000 Euro, ein neues Auto nur 1700. Nun ging der Schweizer Ökonom Frey der Sache auf den Grund. In den reichen Ländern des Westens hat sich das Einkommen pro Kopf nach dem Zweiten Weltkrieg rund verdreifacht. Dennoch zeigen sich die Leute in Umfragen bis heute nicht glücklicher als damals. Hier hat steigender Wohlstand offenbar nur noch einen Statuswert – man muss mit den Nebenmenschen mithalten.

Anders in den armen Ländern. Dort liegt die allgemeine Zufriedenheit meist niedriger als in den wohlhabenden Weltgegenden. Die Ökonomen vermuten deshalb, dass der Glückspegel steigen kann, bis die Existenz rundum gesichert ist. Dann aber wird die Kurve rasch flach.
In Entwicklungsländern in denen die Menschen schon nicht mehr ums nackte überleben kämpfen müssen, sind die Menschen deshalb fast genauso glücklich wie in Deutschland. Ein Beispiel hierfür ist Ägypten. 64% der Menschen dort empfinden sich als „glücklich“. In Deutschland sind es nur unwesentlich mehr – 68%.
Die Nummer eins der Glücklichen in der Welt sind die Schweizer. Unfassbare 84% der Schweizer sind glückliche Menschen. Warum dies so ist, beschäftigte auch Frey. Nach nur wenigen Befragungen war es klar: Die Menschen gaben überwiegend an, das Mitbestimmungsrecht mache sie glücklicher als den Rest der Welt. Tatsächlich ist das System der Volksabstimmung in diesem Ausmaß in der Schweiz einmalig auf der Welt. Sei es die Einwanderungsregulierung oder die Steuererhöhungen für Körperschaften, in der Schweiz dürfen die Bürger mitbestimmen und so laufen die Schweizer fast zweiwöchig zu den Wahlurnen. Aber dieses System unterliegt regionalen Schwankungen. In Genf dürfen die Bürger am wenigsten abstimmen. 76% geben hier an, glücklich zu sein. In Basel dürfen die Schweizer am meisten mitreden und in der Umfrage geben hier 91% an, glücklich zu sein!

Ist also politische Verantwortung ein Grund für Glück? Es scheint so. Denn betrachtet man nicht den Reichtum der Länder, sondern ihre Staatsformen, so sind Demokratien grundsätzlich die Überflieger in Sachen Happyness. Diktaturen oder Despotismen hingegen hinken dem Rest der Welt hinterher.
Erklärt das die Glückseeligkeit der Menschen? Sind Menschen in Drittweltländern also auch so glücklich wie die Europäer, insofern sie nicht in Diktaturen leben? Nicht unbedingt.
Glaubt man den Ökonomen, steht der Konsum und der damit verbundene Reichtum als Grund des Glücks ziemlich abgeschlagen auf den hinteren Plätzen. Weit davor liegen persönliche Freiheit, Selbstverwirklichung und eine Partnerschaft. Sind diese Dinge gegeben, sind die meisten Menschen ziemlich glücklich.


Ureinwohner in Papua-Neuguinea

Die San (auch bekannt als Buschmänner) in Afrika gehören übrigens auch zu den glücklichsten Menschen der Welt. Sie sind absolut frei und unabhängig. Um die Regierung scheren sie sich genauso wenig wie umgekehrt. Sie leben in der Wildnis, immer in großen Familien und in Stämmen. Das Wir-Gefühl ist bei ihnen sehr groß, die Gegenseitige Achtung voreinander ebenso. Die San sind leben für unsere Begriffe in völliger Armut. Sie haben nichts was für uns von wert wäre. Was sie besitzen haben sie sich selbst aus der Natur geholt.

Ein weiterer Punkt ist, dass diese Naturvölker sehr religionverbunden sind. Trägt Religion also zum glücklich sein bei? Jein. Betrachtet man Religion einmal genau, so dient sie als Ventil, als Fangnetz, als Stützender Arm. Religion nimmt den Menschen ihre Sorgen ab und sorgt für Erleichterung. Aber glücklicher als Atheisten sind religiöse Menschen auch nicht. Im Gegenteil. Oft führt Religion auch zu einer nicht gewollten Abhängigkeit. Einer Hilflosigkeit, in der man nur noch Gott als Wegweiser sieht.

Letztendlich müssen wir uns fragen: Sind Menschen in der dritten Welt glücklich? Vielleicht sogar glücklicher? Oder sind wir, die wir in einer postindustriellen demokratischen Gesellschaft leben, die glücklicheren? Mein aus den Recherchen gezogenes Fazit ist nicht eindeutig. Es gibt beides. Es gibt sowohl glücklicher Menschen in kompletter Armut, es gibt aber auch viele glückliche reiche Menschen. Der Faktor Glück wird von vielen Punkten beeinflusst: Selbstverwirklichung, Liebe, Zufriedenheit, Freiheit, Unabhängigkeit, soziale Integration und Gesundheit. Macht macht nicht glücklich. Genauso wenig wie Geld und ein Porsche oder eine Villa. Materielle Dinge scheinen uns nicht glücklich zu machen. Es sind die sozialen Aspekte, die Menschen glücklich machen.

Microsoft Encarta 2003
Spiegel Online

Direktor Schulnote.de

Emma

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